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Die Klasse 11 e berichtet:

 
  Der Montag  
 

Tag 1

„Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin!“

Dieser Spruch trifft auch auf den elften Jahrgang zu, der sich heute am 11.Juni „frühmorgens“, nämlich um acht Uhr, am ZOB in Jever traf, um für die nächsten sechs Tage Berlin unsicher zu machen.

Aber erstmal galt es, die lange Busfahrt möglichst unbeschadet zu überstehen. In diesem Fall hieß das nicht an Überhitzung zu kollabieren oder aber an Platzangst zu ersticken J -Was bei 30° C gefühlter Hitze und einem bis zum Dach gefüllten Bus mehr schlecht als recht gelang!-

Aber nach gut sechseinhalb Stunden war dem „Grauen“ denn auch ein Ende gesetzt und wir erreichten endlich unser Hotel „4 Jahreszeiten“!!!

Was uns da empfing war für einige der erste Kulturschock: Ein weißer Bau mit himmelblauen Verzierungen- „die DDR hat uns wieder“, so in etwa wurde von manch einem dieser Prachtbau beschrieben.

Aber man soll ja nicht klagen und so ging man frisch motiviert in sein Kämmerchen, um dort die hochmoderne Badeinrichtung und das restliche Zimmer zu bewundern. J

Zum Abendbrot dann gleich der nächste kleine Schrecken… Statt einer kräftigen Mahlzeit für uns ausgehungerten Schüler gab es trocken Brot und Wasser. Wie wir im weiteren Verlauf der Woche festgestellt haben, war das auch wirklich alles, was man zum Abendbrot vom Hotel erwarten durfte. Na gut ein nahrhaftes Süppchen war auch immer dabei und das Frühstück bot für diese Verhältnisse auch ein ausreichendes Angebot! Und wir wollen ja auch mal loben.

Es gab keine widerlichen Insekten im Bad und der großzügig in jedem Zimmer zur Verfügung gestellte Ventilator wurde während dieser Woche unser bester Freund.

Und da wir noch jung und biegsam sind, konnten wir dem Hotel zum Ende hin doch noch eine ganze Menge Vorteile abgewinnen, wie zum Beispiel die Stadtnähe oder aber die U-Bahn-Station direkt vor der Tür und gewisse andere Sachen, die aber zum eigenen Bewahren der Unschuldigkeit hier nicht näher erläutert werden J

An unserem ersten Abend durften wir als Klasse schon mal Berlin erkunden und, um uns schon mal mit der Großstadt vertraut zu machen, hatte unser Lehrer eine U-Bahn-Ralley samt vorheriger Einführung geplant. Verloren gegangen ist dabei keiner und so konnte man den Restabend mit der Lieblings-Clique im Hotel „ruhig“ ausklingen.
Von: Lisa M.

 
  Der Dienstag nach oben  
 

Tag 2

Heute am zweiten Tag unseres Trips war eine Stadtrundfahrt geplant. Nach einem unerwartet ordentlichen Frühstück nach einer weitaus weniger angenehmen Nacht(so viele LKWs und das ohne Unterlass!) sollte es dann losgehen, doch zunächst mal mussten wir geraume Zeit warten, da der Bus nicht zum Hotel fand( angesichts des Straßenverlaufs auch kein Wunder).

Die Rundfahrt war relativ angenehm, da die Klimaanlage für erträgliche Temperaturen sorgte und man nicht ständig aussteigen musste. Ein Nachteil war dabei, dass man manches wirklich interessante Bauwerk nicht erkennen oder näher betrachten konnte, weil wir teilweise erst darauf aufmerksam gemacht wurden, wenn wir schon fast wieder dran vorbei waren und der fließende Verkehr in Gang gehalten werden musste. So ging es dann vorbei an Dom, Bellevue( wo man wie oft in der Stadt ein großes Polizeiaufgebot entdecken konnte), Stadtschloss und Bundestag bis hin zum Brandenburger Tor, wo wir uns am Stelenfeld, der Gedenkstätte für die ermordeten Juden Europas, trennten und in einzelnen Gruppen für eine Mahlzeit sorgten.

Das Nachmittagsprogramm bestand für uns, die 11e, aus dem Besuch des Zoos, der mehr zu bieten hat als den unvermeidlichen, „so süßen“ Knut. Trotzdem wurde als erstes der Bär beguckt, der gerade wieder eine Vorstellung vor einer erträglichem Menge Zuschauer gab und gar nicht mehr klein und weiß, sondern kräftig und teilweise eher schmutzig braun als weiß war. Nachdem der Bär genug von uns hatte, trennten wir uns um den Zoo in Kleingruppen oder einzeln zu erkunden. Interessant war die Raubtieranlage, wo gerade Fütterungszeit war und wenig appetitlich ganze, kleine Futtertiere als Nahrung gereicht wurden, was die Raubkatzen aber nicht störte. Dabei konnte man draußen unter anderem eine Jaguarmutter mit Jungem beobachten, welches mindestens genauso „knuffig“ wie Knut war. Besonders beeindruckt hat mich das so genannte „Aquarium“, ein älterer Bau des Zoos mit Fischen, Reptilien, Amphibien und Wirbellosen, für den man noch etwas mehr Eintritt zahlen musste. Dabei konnte man hier mehr sehen, als die „üblichen“ Tiere eines Zoos, eine große Meerwasseranlage mit Haien und lauter großen Fischen etwa und etliche Süsswasseraquarien mit nicht minder interessanten und genauso großen, wenn nicht sogar noch größeren Fischen. Auch die Reptilien waren interessant, ein 4-5 Meter lang (geschätztes) Nilkrokodil, das eher an einen Saurier erinnerte und andere Exoten. Bei den Amphibien und Insekten war weniger spektakuläres zusehen, bis auf ein Terrarium mit Weberameisen, das undicht war und dessen Bewohner sich langsam im Raum verteilten und einige Besucher „verunsicherten“. Auch der Rest des Zoos war interessant; wenn man nicht ständig den „Knut“-Schildern folgte, konnte man auch eine Art Schweinebereich mit allen möglichen, teilweise lustigen Borstenviechern sehen. Leider war die Zeit schnell um und wir hatten das Abendprogramm nach dem Essen frei zu gestalten, was einige mit dem Besuch des I-Max-Kinos im beeindruckenden Sonycenter auch taten. Insgesamt ein interessanter, wenn auch wegen der Temperaturen nicht unbedingt angenehmer Tag.
Von: Alexander S.

 
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Von politischer Weiterbildung bis einfach genialem Entertainment - Tag 3

6:45 Frühstück! Diese Ansage von Herrn Pelz bedeutete für uns ca. 6 Uhr morgens aufstehen bzw. ca. 3-5 Stunden Schlaf, da wir am Vorabend ja doch recht lange auf waren. Vor dem Frühstück gab es Geschenke und 61 Kerzen für Herrn Pelz, der sichtlich gerührt war, aber ähnliches erwartet hatte.

Nach dem Frühstück fuhren wir dann zum Bundestag. Da mit U- und S-Bahn alles schnell zu erreichen war, kamen wir pünktlich um 8 Uhr an und begannen unseren 3. Tag in der Hauptstadt mit einem Rundgang durch den Bundestag. Von zwei freundlichen Männern geführt, haben wir uns Plenarsaal, Fraktionssäle sowie Gebets- und Erholungsräume der Abgeordneten angeguckt und einiges über die Geschichte und die Architektur des Bundestages erfahren. Gegen 9:45 Uhr haben wir zusammen mit der 11d ein Planspiel begonnen, in dem wir über einen Gesetzesentwurf zu allgemeinem Pflichtdienst entschieden. Jeder bekam eine Rolle zugeteilt sowie eine Partei und wir bildeten Fraktionen, wählten Vorgesetzte, Ausschüsse und den Bundespräsidenten. In einer „1. Lesung“ wurde der Gesetzesentwurf dem Verteidigungs- sowie dem Familienausschuss übergeben und die Ausschüsse berieten sich 30 Minuten lang. Da nach kamen die Fraktionen zusammen und erarbeiteten Gesetzesänderungen, da man in den Ausschüssen zu keiner Lösung gekommen war. In der 2. und 3. Lesung im Plenum hatte jede der Parteien (KVP, APD, ÖSP, GSP, LPD) eine bestimmte Redezeit und die Änderungen wurden vorgestellt. Am Ende stimmte eine 2/3 Mehrheit für den Vorschlag der APD in Zusammenarbeit mit der KVP. Anschließend ans Planspiel gab es in der Kantine Mittagessen und wir machten eine Kuppelbesichtigung, welche gegen halb 3 auf dem Rasenplatz vor dem Reichstag/Bundestag endete.

In Kleingruppen durften wir dann unsere Freizeit genießen, die einige im Hotel, andere am Kudamm oder am Potsdamer Platz verbrachten. Um 17 Uhr haben wir uns dann alle vorm Hotel wieder getroffen und sind zum Potsdamer Platz gefahren. Um 18 Uhr lautete der „Programm (welches die ganze Woche nicht wirklich existierte und immer wieder umgeschmissen wurde *g) Punkt“ = BlueManGroup! Die Show war einfach nur geil und wir haben viel gelacht und waren sogar Teil der Show, da wir auserwählt wurden bei einer Showeinlage zu assistieren.

Die 2 Stunden gingen viel zu schnell rum und gegen 20 Uhr haben wir erstmal was gegessen und den Abend in den Arcaden, im Sony Center, in diversen Bars oder im Hotel ausklingen lassen. Diejenigen, die diesen Abend nicht mit bei der Bluemangroup waren, haben sich das Kabarett „Die Stachelschweine“ angeguckt. (siehe Artikel)
Von: Kristin H.

 
     
     
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  Oder…

…Der Tag an dem sich die Probleme mehrten - Tag 4

Alles ist wie immer. Es ist heiß, 8.00 Uhr morgens und (fast) alle sind pünktlich zum Frühstück im Speisesaal angekommen und warten auf die Verkündung unseres heutigen Programms durch unseren Klassenfahrtretter als Ergebnis seines Improvisationstalentes! Oder kurz gesagt alle warten darauf, dass Herr Pelz das Wort ergreift! Dieser spannt uns auch nicht lange auf die Folter und gibt uns bekannt, dass wir uns um 9.00 Uhr vor dem Hotel zu versammeln haben, um von dort aus zum Olympiastadion zu fahren, um dort den Vormittag zu verbringen! Wie gesagt so getan! Wiederum fast pünktlich um 9.00 Uhr treffen wir uns vor dem Hotel und fahren via U-Bahn zum Stadion! Nachdem wir also das Stadion von außen betrachtet haben, sehen wir uns nach einem kleinen Fußmarsch dann im 67m hohen Glockenturm ein Filmchen über das Stadion und die Sportanlagen, sowie deren Verwendungszweck auch zu Zeiten Hitlers an, welcher auf einige unserer Mitschüler auf Grund, sagen wir nächtlicher Aktivitäten, eher einschläfernd wirkt! Die Freude auf den Ausblick der sich uns von der Aussichtsplattform des Turms bieten soll ist groß! Diese wird allerdings etwas getrübt als klar wird, dass der Aufzug nur bis zum vierten Stockwerk fährt und der Rest über Treppen zurückgelegt werden muss! Nachdem wir nun aber auch dieses Hindernis überwunden haben, sind wir von dem wirklich grandiosen Ausblick begeistert!

Nach diesem Erlebnis wartet jedoch gleich die nächste Sehenswürdigkeit auf uns! Die acht Hackeschen Höfe! Wunderschöne Hinterhöfe, die alle acht nach verschiedenen Themen gestaltet wurden! Einige wunderbar bunt, andere klar strukturiert einfarbig, doch alle auf ihre Art und Weise bezaubernd. Nachdem also auch diese Eindrücke fotografisch festgehalten worden sind, befinden wir uns nun auf dem Weg zur Bode Insel, um uns dort kulturell fortzubilden! Wir hatten kurz zuvor an einer Bank pausiert, da einige Mitschüler den Drang nach mehr Geld verspürten! Nach dem dann aber alle wieder beisammen waren, haben wir unseren Weg fortgesetzt! Zumindest dachten wir, dass alle wieder da gewesen wären... doch nach ein paar Minuten wurde klar, es fehlen drei Schüler! Was nun? Dem Erfinder des Mobiltelefons sei Dank! Nach einiger Zeit und einigen Missverständnissen ist dann auch dieses Problem gelöst und wir setzen unseren Weg wirklich vollzählig fort! Nun sind die Museen in Sichtweite und wir werden zur freien Wahl eines Museums entlassen! Viele entscheiden sich für das Pergamonmuseum! Und auch diese Eindrücke sind wie zu erwarten gewesen ist überwältigend! Riesige Stadt- und Markttore stehen filigraner Kleinkunst gegenüber! Die grauen, einfach bombastischen Bauwerke der Griechen sind ebenso vertreten, wie die äußerst farbenfrohen Bauwerke aus Babylon! Die reinste Augenweide!

Doch auch dieser Tag geht zu Ende und so landen nach einem guten Abendessen dann (früher oder später) wieder alle in ihren Betten und schlafen (oder auch nicht)!
Von: Melanie O. und Imke S.

 
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Tag 5

Der Tag fing gut an. Verhältnismäßig lange schlafen, weil das Frühstück heute „erst“ um 8 Uhr war und das Wetter versprach auch schön zu werden. Da eine Schifffahrt auf der Spree geplant war, zogen es einige doch vor lieber ein paar Sachen mehr anzuziehen, was viele später sehr bereuten.

Um 8 Uhr saßen wir also beim Frühstück und warteten verzweifelt auf unseren Lehrer, der später vorgab verschlafen zu haben. Als wir dann alle beisammen waren, wurden erst einmal ein paar Tadel verteilt, da sich einige von uns anscheinend nicht an abgemachte Uhrzeiten gehalten hatten. Danach marschierten wir alle mehr oder weniger müde zum U-Bahnhof, um von dort nach Spandau zu fahren, von wo aus unsere Schiffstour nach Potsdam gehen sollte. Wir waren nach einem kleinen Fußmarsch also angekommen und warteten und warteten. Vorsichtig fragte man Herrn Pelz, ob das Schiff denn wirklich um 11:15 Uhr kommen sollte und unter lautem Bejahen wartete man also weiter. Und tatsächlich: das Schiff kam. Zwar 40 Minuten zu spät, aber es war da. Nun stiegen also alle ein und erfreuten sich des Sonnendecks. Die Sonne schien, der Himmel war blau. Die Fahrt ging etwa zweieinhalb Stunden, während diesen Herr Pelz uns mit Fragen über verschiedene historische Gebäude löcherte, die wir unterwegs sahen. Als wir alle krebsrot und müde vom Schiff stiegen, fing Herr Pelz an im Dauerlauf Potsdams Innenstadt zu stürmen. Es solle ein Gewitter um 17 Uhr heraufziehen, war die Begründung. Man dürfe nicht verweilen. So schnauften wir unter der prallen Sonne und viele klagten über Hunger, Durst und Hitze. Doch man kannte kein Erbarmen und so schlichen wir durch den Park des Schlosses Sans Souci (dt. ohne Sorgen). Das Hohenzollernschloss, welches 1745 von Friedrich dem Großen errichtet wurde, lag in mitten dieses Parks. Wir stiegen die lange Treppe zum Schlossplatz hinauf, von wo aus man einen fantastischen Blick hat. Leider konnten diesen nicht alle genießen, da die Sonne manch einem den Kreislauf versagen ließ und Herr Pelz zu allem Überfluss noch zu singen begann. Doch wir mussten weiter, schließlich gab es noch viel zu entdecken. Wir begutachteten das Orangerieschloss und weitere Sehenswürdigkeiten im Park. Als wir Herrn Pelz dann nach sieben Stunden ohne Nahrungsaufnahme anflehten eine Pause zu machen, ließ er sich erweichen uns in die Innenstadt zu entlassen. Wir stürmten sogleich sämtliche Fastfoodrestaurants und stärkten uns ein wenig, bis wir letztendlich heim durften. Die Rückfahrt mit Bus und Bahn ging dann sehr schnell und wir waren froh im Hotel ein wenig verschnaufen zu können. In letzter Sekunde durften wir noch ein wenig Abendbrot zu uns nehmen. Danach schickten wir uns an Michis Geburtstag reinzufeiern oder anderweitigen Beschäftigungen nachzugehen. Die Folgen des Feierns und die letzte Nacht an sich lasse ich aber lieber aus. Nicht, dass der eine oder andere nachträglich noch einen Tadel kriegt, weil die ausgemachten Zeiten teilweise weit überschritten wurden und auch nicht alle im eigenen Zimmer genächtigt haben…..
Von: Nantke N.

 
 
 
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Tag 6

Nachdem am Freitagabend noch unsicher war, ob wirklich beide Busse am nächsten Tag bereit stehen würden, waren alle glücklich alle glücklich als dem tatsächlich so war.
Das Gepäck wurde nach dem Frühstück, das um 08.00 Uhr stattfand, auf die Busse verteilt. Dies verlief im Gegensatz zu der Verteilung der Sitzplätze eher reibungslos. Obwohl bereits 6 Schülerinnen vorausgefahren waren, gab es nur einen freien Platz und nicht jeder konnte dort sitzen, wo er gern wollte.
Doch alle Schwierigkeiten konnten behoben werden und um kurz nach 09.00 Uhr fuhren die Busse mit ihrer größtenteils doch recht schläfrigen Besatzung los.
Die Fahrt verlief dann ziemlich ruhig im Gegensatz zur Hinfahrt und um ca. 15.30 Uhr wurde schließlich Jever erreicht, wo Eltern, Geschwister und Freunde bereits warteten.
Von: Teetje B.

 
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