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Freitag 8.9.2006 |
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| Viertel vor Zehn: Eigentlich sollten sie längst da sein. Nervosität macht sich unter denen breit, die am Busbahnhof Wilhelmshaven auf die polnischen Austauschschüler warten.
Nicht anders ist es in der Schule, dort haben wir eilig das Wilk Halb Elf: Nach einer ¾ Stunde Warten am Busbahnhof wird der erste Anruf polnischer Seite, die etwa 100 Meter weiter an einem anderen Busbahnhof stehen, gewagt, so fanden wir doch zusammen. Später in der Schule (beim leckeren Frühstück) lernte man sich kennen und schmiedete die ersten Pläne für den Tagesverlauf (hauptsächlich schlafen) und die abendliche Polen-Fete bei mir daheim. Dreizehn Uhr: Aufgrund der langen Reise durch die Nacht nach Deutschland war nach der sechsten stunde vorerst Programmende bis zur Party am Abend. |
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Samstag (09.09.2006) |
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Erstaunlich pünktlich erschienen alle Schülerinnen und Schüler um 08:45 am Bahnhof in Sande. Ehrungswürdige Höchstleistung, möchte man hier anmerken, haben sich alle am Abend davor noch bei einem Schüler „besser kennen gelernt“. :-) So stieg man vielleicht ein wenig müde, aber doch vollständig in den Linienbus. Auf dem Programm stand heute „Bremerhaven“ an. Die Gruppe wollte sich im „Deutschen Auswandererhaus“ über Emigration informieren und sich auch ein wenig in der Stadt umsehen. Am Eingang bekam jeder der Schüler und Schülerinnen eine Plastikkarte und „eine Person“ zugeteilt. Mit der Plastikkarte konnte man während der Besichtigung des „Deutschen Auswandererhauses“ spezielle Informationen über diejenige Personen abrufen, die man erhalten hatte. Diese Personen sind in verschiedenen Zeiten ausgewandert - manche schon 18. Jahrhundert, andere erst in den Sechzigern. Ihre individuellen Hintergründe und Lebensgeschichte mussten die Jugendlichen in den verschiedenen Stationen selbst herausfinden und auf einem Fragebogen notieren. Das „Deutsche Auswandererhaus“ war überraschenderweise wirklich interessant und auch sehr ansprechend gestaltet. In einer Station befand man sich z.B. auf einem nachgebildeten Hafen, den großen Schiffsrumpf vor Augen. In diesem wiederum wurde einem die Unterschiede der Kabinen hinsichtlich des Komforts von einem Segelschiff, einem Dampfer und einem Ocean Liner vor Augen geführt. Die dazugehörigen Passagiere der ersten bis zur dritten Klasse wurde lebensecht am Hafen und auch in den Kabinen aufgestellt. Ein Kurzfilm über Emigration wurde im Kinoraum gezeigt, auch dieser aufwändig geschmückt. Am Ende der Tour konnten die Schülerinnen und Schüler ihre Familiennamen in den Amerikanischen Telefonbüchern suchen. Dabei musste wohl jeder feststellen, dass es ihn mindestens einmal gab. Nach drei Stunden schwerer Arbeit :-) durfte man sich während einer Bootsrundfahrt |
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Sonntag (10.09.06) – Familientag |
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| Nachdem wir am Samstag einen langen und anstrengenden Tag hatten, hatten meine Austauschschülerin Ewa und ich uns dazu entschlossen, den Sonntag ruhig anzugehen. Nachdem wir gegen 10.00 Uhr morgens aufgestanden waren, gab es ein ausgiebiges Frühstück mit der Familie. Danach sind wir mit dem Fahrrad nach Jever gefahren, um bei dem schönen Wetter den Tag dort zu verbringen. Ich habe ihr die Stadt gezeigt, wir waren Eis essen und im Schlosspark. Gegen 18.00 Uhr haben wir uns mit zwei anderen Austauschschülerinnen getroffen. Wir waren Pizza essen und sind danach noch ein bisschen durch die Stadt gelaufen. Um 20.00 Uhr sind Ewa und ich dann nach Hause gefahren und haben uns noch einen entspannten Abend gemacht.
Jannik |
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Montag (12. 09. 2006) |
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Schüleraustausch – Schulfrei? Diese Regel dürfte nur unvollständig zutreffen, denn sowohl für deutsche als auch polnische Jugendliche hieß es am Montag: Schule. Während die Breslauer ihre 3 Stunden absaßen (ich bezweifle, dass sie viel verstanden haben – besonders in Latein) und danach noch Jever erkundeten, mussten die deutschen Gastgeber noch bis zum Mittag ausharren. Lokale Wahrzeichen wurden besichtigt und es wurde mit der Bürgermeisterin Tee getrunken, ehe man sich um 12.00 Uhr wieder in der Schule traf. Derweil hatten die deutschen Schülerinnen und Schüler schon angefangen, das gemeinsame Mittagessen in der Schulküche vorzubereiten. Fantasievoll selbst belegte Pizzas sowie leckerer Salat wurden innerhalb kürzester Zeit verspeist. |
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| In der Brauerei |
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Nach dem Mittagessen hatte man noch ein wenig Freizeit, ehe die Führung durch die Brauerei begann. Einige der deutschen Schülerinnen und Schüler zogen es vor, die Führung auszulassen. Denn falls man auch an den anderen Austauschen (Tschechien, Frankreich, Zerbst) teilgenommen hatte, kam man sehr leicht auf die 4. Führung. Den Rest des Nachmittags ruhten sich die meisten nur aus, ehe man sich am Abend noch in der Innenstadt und in der Kneipe traf.My |
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