Bilingualer Unterricht |
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eingeführt 1998 |
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Erstes bilinguales Abitur in Geschichte am MariengymnasiumEin Hauch der Geschichte wehte im Mai durch den Raum D 201. Nicht nur, dass dort am 23.05.2005 mündliche Geschichtsprüfungen statt fanden, nein, die Prüfungen liefen auch erstmalig in englischer Sprache ab. Wenige Wochen zuvor schrieben die Schülerinnen und Schüler des bilingualen Kurses auch ihre Abiturklausur Geschichte auf Englisch. Da möchte die Kursleiterin schon mal darauf zurück blicken, wie alles begann: Die Stundentafel Englisch war in den letzten Jahren immer mehr gekürzt worden, die Anforderungen an das Fach wurden aber nicht geringer. Was lag da näher, als mehr Möglichkeiten anzubieten, die Fremdsprache zu praktizieren und gleichzeitig Inhalte eines Sachfach auf Englisch zu lernen? Dieser „bilinguale“ Unterricht hatte aber nicht nur Erweiterung und Sicherung der Kompetenz in Englisch zum Ziel. Er lud dazu ein über den Tellerrand eines Faches zu schauen, das Sachfach mit den Möglichkeiten einer Fremdsprache zu betrachten und Englisch mit Hilfe englischen Geschichtsbüchern und englischen Materialien anzuwenden. 1998 fanden sich – nach zahlreichen Informationsveranstaltungen und Beratungsgesprächen - 33 Schülerinnen und Schüler in der 7d des Mariengymnasiums wieder. Wahrscheinlich waren sie etwas nervös und besonders gespannt auf das, was sie da erwarten sollte. Schließlich konnten sie noch keinen am Mariengymnasium fragen .Dementsprechend war der Eifer groß und der Wunsch nach immer mehr Stoff nicht zu bremsen. Eine zusätzliche „bili-Stunde“ am Nachmittag konnte die gute Laune nicht trüben. Bald entpuppte sich das englische Geschichtsbuch als lesbar und schon nach wenigen Unterrichtsstunden fiel die Scheu vor der Fremdsprache. Schon während unserer ersten Projekttage in Asel wurde die klassischen griechischen Sagen in Englisch gespielt und auf Video aufgezeichnet und spätestens als uns in Klasse 8 zwei Afrikaner auf der Klassenfahrt begleiteten, sprachen und sangen alle bili-Schüler fließend englisch. Bald kamen noch die Fächer Kunst und Erdkunde in den bilingualen Kanon. Große Freude meinerseits als ich diesen Jahrgang in Klasse 11 wieder unterrichten durfte. Mühelos ritten wir durch die „Cold War Years“ und steuerten auf den ersten bilingualen Prüfungskurs zu: German (re)unification through the eyes of English history books, imperialism and post-imperialism and international terrorism haben uns beschäftigt. Themen also, die sich geradezu bilingual anboten. Zwei bili-Schüler der ersten Stunde haben sich für den LK Geschichte entschieden. Ich habe sie natürlich vermisst, sehe mich aber zumindest soweit bestätigt, als dass der bilinguale Geschichtsunterricht in der Sekundarstufe I sie nicht davon abgeschreckt hat. Zwei weitere Schüler haben ihre Abiturprüfungen schon im letzten Jahr abgelegt und wollten gar nicht mehr auf das „bili-Zertifikat“ warten. Leider hat sich die Kursgröße im Jahrgang 13 reduziert. Mit den Schülern, die bis zu den Prüfungen dabei geblieben waren, habe ich in den letzten zwei Kursjahren ein brillantes Feuerwerk von spritzigen Ideen, Stellungnahmen, Präsentationen und Arbeitsbereitschaft erlebt, welches dann nur noch mit den fulminanten Prüfungen enden konnte. Ich hätte gern noch jeden Prüfling zwanzig Minuten länger prüfen dürfen und natürlich diesen Jahrgang noch gern zwei weitere Jahre unterrichtet. Aber für die ersten bilis des MG heißt es jetzt die erworbenen Fähigkeiten im richtigen Leben unter Beweis zu stellen und die Kursleiterin tröstet sich damit, dass der bilinguale Unterricht in Geschichte, Kunst, Erdkunde und Politik vom Angebot des Mariengymnasiums nicht mehr wegzudenken ist und wir auch im Rahmen der Strukturreform des Gymnasiums einen Weg finden werden, dieses Angebot aufrecht zu erhalten. Maßgeblich beteiligt beim ersten „bili Zug“ des MG waren – neben 33 Akteuren siehe oben - (in alphabetischer Reihenfolge): Christel Hildebrandt, Hans-Jürgen Klitsch, Martin Lichte und Susanne Schneider. Susanne Schneider |
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