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| Vom 22. November bis zum 3. Dezember 2004 waren alle Schülerinnen und Schüler der Klassen 11 im Betriebspraktikum. Hier gibt es einige sehr interessante Praktikumsberichte. Wir möchten uns recht herzlich dafür bedanken. |
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Praktikumsbericht Von Lena Determann |
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Inhaltsverzeichnis 1. Einleitung (Berufsbezeichnung) S. 1 2. Der Betrieb (allgemein) S. 2,3,4
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Vorreflektion für das Praktikum beim Architekten 14.11.2004 Für mich ist es besonders wichtig, durch das Betriebspraktikum Erfahrungen zu sammeln, die mir bei meiner späteren Berufswahl helfen. Denn eigentlich habe ich noch keine speziellen Vorstellungen, welchen Beruf ich einmal ausüben möchte. Natürlich habe ich mir darüber schon Gedanken gemacht, trotzdem kam für mich bisher nicht wirklich etwas in Frage. Ich habe mich entschieden mein Betriebspraktikum in einem Architektenbüro zu machen, da ich mich generell für Architektur interessiere. Obwohl ich nicht behaupten möchte, dass der Beruf des Architekten aus heutiger Sicht meinen „Traumberuf“ darstellt, kann ich ihn für die Zukunft als eine mögliche Berufswahl auch nicht ausschließen. Ich gehe davon aus, dass ich Informationen darüber erhalte, wie der Verlauf von der Grundidee einer Bauzeichnung bis zu einem fertigen Haus aussieht. Da sicherlich viele Berechungen am Computer durchgeführt werden, interessiert mich in diesem Zusammenhang besonders, in wieweit Bauzeichnungen noch per Hand gezeichnet werden müssen oder ob alles mit dem Computer mithilfe von speziellen Programmen konstruiert wird. Ich kann mir auch vorstellen, einen Architekten auf eine Baustelle zu begleiten, um ihn dort bei seiner Arbeit zu beobachten und zu sehen wie z. B. das Arbeitsverhältnis zwischen ihm und Bauarbeiter ist. Aufgrund meines Interesses an Chemie würde ich gerne mehr über die verwendeten Baustoffe erfahren, besonders deren ökologische Aspekte z. B. in Bezug auf Gesundheitsschädigung. Auf jeden Fall werden sehr viele Dinge für mich neu sein, die das Praktikum sicherlich interessant machen. Mir ist es auch sehr wichtig, gut mit den Mitarbeitern zurechtzukommen. Alles in allem wird mir das Betriebspraktikum beim Architekten hoffentlich gut gefallen und mir gute Einblicke in sein Berufsbild geben. nach oben 1. Einleitung (Berufsbezeichnung) Der Beruf des Architekten gehört zu den freien Berufen. Für die Ausübung des Berufes ist eine bestimmte Qualifikation als Vorraussetzung nötig. Die Berufsbezeichnungen „Architekt“ und „Architektin“ sind gesetzlich geschützt. Architekt darf sich nur der nennen, der in die Liste der Architektenkammer eingetragen ist. Die Vorraussetzung dafür, dort eingetragen zu werden, ist in der Regel ein Architekturstudium an einer Hoch- oder Fachhochschule mit dem akademischen Abschluss „Dipl.- Ing.“ und eine anschließende zweijährige Berufspraxis unter Anleitung eines erfahrenen Architekten. Architektenkammern bestehen in allen 16 Bundesländern, sie wachen über die Einhaltung von Berufsordnung und Fortbildungen für die Qualifikation ihrer Mitglieder gewährleisten damit die Qualität der Arbeit ihres Berufsstandes. Im Laufe der Zeit hat sich der Tagesablauf eines Architekten ein wenig verändert. Heutzutage fallen die Besuche auf der Baustelle deutlich geringer aus, und die Büro- und Managertätigkeiten nehmen weiter zu. Neben den Behördengängen muss er sich selbst um Aufträge bemühen. Will man die Aufgaben des Architekten beschreiben, so müsste man sagen, dass der Architekt Gestalter, Berater, Konstrukteur und Manager in einem ist, wobei der Anteil der jeweiligen Tätigkeit auch von der Spezialisierung eines jeden einzelnen Architekten abhängt. Quellen: Praktikum; www.akbw.de; www.workshop-archiv.de nach oben Dieser Betrieb ist ein Architekturbüro, eine GMBH. Die Arbeitszeiten von Montags bis Donnerstags von 8:00 Uhr bis 16:30 Uhr, freitags von 8:00 Uhr bis 15:30 Uhr. Zwischendurch gibt es von 12:30 Uhr bis 13:15 Uhr eine Mittagspause. Diplom Ingenieur Thorsten Fehling ist der Geschäftsführer und hat 3 Angestellte: Christian Possekel (Bauzeichner), Bettina Montigny (ebenfalls Bauzeichnerin), Tine Schafenberger (bald Architektin) und eine im ersten Jahr auszubildende Melanie Postler. 2.1. Firmengeschichte Architekturbüro Bau Komplett. Sie sind zusammen Geschäftsführer, aber gleichzeitig arbeiten sie getrennt jeweils in ihrem Das Architekturbüro Bau-komplett gibt es seit Mitte der 80er Jahre. Vorher war Thorsten Fehling als Architekt bei dem Bauunternehmen Heino Frerichs angestellt. Dieses Bauunternehmen hat einen Architekten gebraucht, um Objekte mit Hilfe seiner Zeichnungen zu bauen. Da Thorsten Fehling freiberuflich mit der Zeit weit aus mehr Arbeit hatte, beschloss er sich selbstständig zu machen. Dies tat er dann 1987 als Tochterunternehmen des Bauunternehmens Heino Frerichs. Dieses Tochterunternehmen ist nun ein eigenständiges Architekturbüro welches neben der Zusammenarbeit mit Frerichs auch gemeinsam mit anderen Baufirmen baut. Zusammen sind Thorsten Fehling, Uwe und Gerd Frerichs Geschäftsleiter von Heino Frerichs GMBH und dem eigenen betrieb. 2.2. Produkt des Betriebs Das Produkt des Betriebes sind Planungen und Zeichnungen in den Aufgabenbereichen:
2.3. Arbeitsablauf (Projekt) Ein Arbeitsablauf kann man als ein Projekt bezeichnen welches je nach Auftrag kurz oder auch bis zu mehreren Jahren dauern kann. Je nach Projekt ist die Zeit ganz unterschiedlich. Nun stellt sich die Frage, wie ein Projekt von dem Auftrag zu einem fertigen Bauobjekt wird. Zu allererst muss eine Familie, ein Unternehmen oder die Stadt auf das Büro aufmerksam geworden sein. Dies kann über die gelben Seiten, über die Internetseite oder durch Weiterempfehlung geschehen sein. Bei einem ersten Gespräch im Büro werden Wünsche des Kunden besprochen. Einige Bauherren kommen schon mit speziellen Vorstellungen oder Skizzen, andere hingegen verlassen sich ganz auf den Architekten, Thorsten Fehling. Schon während des Gesprächs macht sich Herr Fehling ein Bild über Vorstellungen, Wünsche und teils auch über Persönlichkeit des Kunden. Schließlich muss für den Kunden das passende Haus gebaut werden. Nun erstellt der Architekt einen ersten Entwurf per Hand. Dieser wird direkt als Skizze dem Bauherrn vorgestellt, jetzt wird solange etwas an dem Entwurf verändert bis der Kunde zufrieden ist. Dann wird die Skizze an die Bauzeichner weitergegeben um sie mit Hilfe des CAD- Programms in den PC zu zeichnen mit dem Maßstab 1/100. Es müssen Grundrisse, Schnitte, Ansichten und ein Entwässerungsplan erstellt werden. Natürlich werden auch viele Berechnungen zur Wohnfläche(m²) und zum Umbauten Raum (m³) durchgeführt, nur so können die ungefähren Baukosten mit dem Richtwert 250/260 € pro m² geschätzt werden. Genauere Baukosten werden von Baufirmen als LV (Leistungsverzeichnis) erstellt. Diese LV’s werden von mehren Baufirmen gemacht, nur so hat man einen guten Vergleich, was die Kosten angeht. Durchschnittlich werden für ein Einfamilienhaus fünf verschiedene Baufirmen gewählt. Nun kommen die Baupläne zum Statiker, parallel hierzu wird der Bauantrag gestellt. Er kommt vom Bauherrn wie auch vom Architekten unterschrieben zum Landkreis Friesland oder zur Stadt Jever. 2.4. Arbeitsteilung Der Architekt, Thorsten Fehling erstellt einen Entwurf oder kleine Veränderungen per Hand und gibt diese dann an seine Bauzeichner weiter, diese müssen sie auf den PC bringen. Die Mitarbeiter sind auch für den Schriftverkehr und für Telefonanrufe zuständig. Je nach Aufträgen ist die Arbeit unterschiedlich aufgeteilt. Normalerweise arbeitet jeder an einem Projekt. Wenn aber viel zu tun ist,wie auch in den zwei Wochen während meines Praktikums, arbeitet auch mal jemand an dem Projekt des anderen weiter. Außerdem sind einige Mitarbeiter, sowie Bettina nicht jeden Tag da. Sie hat eigentlich noch Erziehungsurlaub, arbeitet aber trotzdem einmal die Woche. 2.5. Geldeinnahme Dieses Architektenbüro nimmt sein Geld durch Aufträge ein. Für die Bestimmung des eingehenden Geldanteils gibt es Listen, Regeln und Gesetze. In Hinblick auf die große Verantwortung gegenüber der Öffentlichkeit stehen in der HOAI (Honorarordnung für Architekten und Ingenieure) Bestimmungen zur Berechnung der Entgelte für die Leistungen der Architekten und Ingenieure. Leistungen gliedern sich in Grundleistungen und Besondere Leistungen. Das Leistungsbild setzt sich aus insgesamt 9 Grundleistungen zusammen, der Grundlagenermittlung, der Vorplanung, der Entwurfsplanung, der Genehmigungsplanung, der Ausführungsplanung, der Vorbereitung der Vergabe, der Mitwirkung bei der Vergabe, der Objektüberwachung und der bjektbetreuung und Dokumentation. Neben den Grundleistungen werden besondere Leistungen auch angerechnet. Manchmal arbeiten verschiedene Architektenbüros zusammen an einem Projekt, die Grundleistungen werden aufgeteilt und somit bekommt jeder seinen Anteil. Für jede dieser Leistungen gibt es Punkte die durch Honorarzonen vergeben werden und mit Hilfe von Bewertungsmerkmalen ermittelt werden. Bewertungsmerkmale sind zum Beispiel: Planungsanforderungen, Technische Ausrüstung und die gestalterischen Anforderungen. Mindest- und Höchstsätze der Honorarzonen sind in Honorartafeln festgesetzt. An einem Einfamilienhaus mit Kosten von ca. 300.000 € mit durchschnittlich erbrachten Leistungen (Honorarzone 3) verdient ein Architekt von 30.650 € bis 37.643€. nach oben 2.6. Innovation Seit ungefähr zehn Jahren begann man in Architekturbüros mit Computern zu arbeiten. Dank spezieller Software brauchen nun keine Zeichnungen mehr per Hand gezeichnet werden. In diesem Betrieb gibt es:
Durch diese Hilfsmittel ist die Arbeit viel effektiver und schneller. Mitarbeiter mussten in diesem Betrieb durch diese technischen Erneuerungen noch nicht entlassen werden, da bisher immer genug Aufträge vorhanden waren. Die Arbeit ist außerdem nicht nur erleichtert worden sondern kann nun auch viel besser den Kunden präsentiert werden. Hierbei helfen spezielle 3D Computerprogramme. Begriffserklärungen: Als Plotter bezeichnet man eine durch Computer digital gesteuerte Zeichenanlage zum zeichnen beliebiger Grafiken. CAD (Computer Aided Design): CAD-Systeme können auf verschiedene Zielsetzungen spezialisiert sein, entweder auf das Zeichen oder nur den Entwurf. Andere Programme haben auch noch weitere Funktionen, wie z.B. das Durchführen von Berechnungen. Bei der Darstellung geometrischer Formen (zwei- oder dreidimensional) können die Zeichnungen oder räumliche Darstellungen auf dem Bildschirm von allen Seiten aus betrachtet und manchmal auch korrigiert werden. Quellen: haupts. Praktikum, www.berufenet.arbeitsamt.de nach oben 3.1. Mitarbeiter Dieser Betrieb hat einen Geschäftsführer den Dipl. Ing. Thorsten Fehling, zwei Bauzeichner Christian Possekel und Bettina Montigny, eine Auszubildende Melanie Postler und eine angehende Architektin Tine Schafenberger. Mit ihr zusammen möchte Thorsten Fehling seine Aufträge erweitern und sich auch um größere Aufträge, die nicht unbedingt nur im nahen Umkreis liegen, bemühen. 3.2. Betriebsklima Das Arbeitsklima war ausgesprochen locker und trotzdem sehr diszipliniert. Untereinander duzen sich alle, sowohl die Angestellten wie auch der Chef. Während der Arbeit wurde auch teilweise über private Dinge gesprochen, aber auch über geschäftliche Dinge. Manchmal war es etwas stressig, dadurch dass Abgabetermine eingehalten werden mussten. Zurzeit hat dieses Architektenbüro viele Aufträge, davon auch viele große Projekte, wie z. B. die Jugendherberge. Bei Problemen während der Arbeit helfen die Angestellten sich gegenseitig. Konflikte gibt es kaum, wenn doch werden sie untereinander gelöst. 3.3. Rechte der Mitarbeiter Die Mitarbeiter in diesem Architekturbüro haben keine besonderen Rechte. Die Mitarbeiter besitzen lediglich die vom Gesetzesgeber vorgeschriebenen Rechte. Überstunden werden meist als Freitage ausbezahlt. Jeder Angestellte hat 30 Tage Urlaub im Jahr. 3.4. Verdienst Leider habe ich nicht erfahren können welches Gehalt die Angestellten verdienen. 3.5. Einrichtung Das Architektenbüro wurde mit Hilfe eines Feng-Shui Beraters eingerichtet. Hierbei wurde besonders darauf geachtet, dass die Mitarbeiter sich von ihrem jeweiligen Arbeitsplatz aus gegenseitig sehen können. Außerdem wurden Pflanzen und ein plätschernder Wasserfall in den Raum gestellt. So entsteht im gesamten Raum eine angenehme ausgeglichene Atmosphäre. Berufsaufgabe des Architekten und der Architektin ist die gestaltende, technische und wirtschaftliche Planung von Bauwerken. Zu einen Aufgaben gehört aber auch die Überwachung von Bau, Sanierung oder Renovierung. Außerdem ergeben sich neue Tätigkeitsfelder in den Bereichen Multimediagestaltung, Animation und Video. 4.1. Fähigkeiten und Kenntnisse Erforderte Fähigkeiten und Kenntnisse sind:
Für das Architektenstudium braucht man das Abitur. Um das Studium erfolgreich zu bewältigen sind bestimmte Fähigkeiten und Kenntnisse erforderlich. Wichtig ist es, sich Zeichnungen räumlich vorstellen zu können. Beim Zeichnen und Entwerfen ist es außerdem wichtig, räumliche Vorstellungen, also Ideen aufs Papier zu bringen. Alle Zeichnungen werden mittlerweile am PC gezeichnet, hierfür sind EDV- Kenntnisse und Technisches Zeichnen und Verstehen nötig. Schließlich muss ein guter Umgang mit der Software für die Zeichnungen möglich sein. Des Weiteren erfordert der Beruf des Architekten gewisse Mathegrundkenntnisse, um sämtliche Maße berechnen zu können. Das Einkommen des Architekten hängt meist von seinen Aufträgen ab, diese bekommt er von vielen verschiedenen Menschengruppen. Bei einer guten Beratung und Umsetzung der Wünsche des Kunden bekommt er weitere Aufträge. Es ist also auch sehr notwendig, gut mit Kunden umgehen zu können. 4.2. Vorraussetzung/ Ausbildungsumfang In der Regel wird für den Zugang zur Tätigkeit als Architekt/ in ein entsprechendes Abgeschlossenes Hochschulstudium gefordert. Die Vorraussetzung hierfür ist ein Studienabschluss in Architektur. Das Studium kann an einer Fachhochschule oder an einer Universität gemacht werden.
Diesen Abschluss erreicht man durch ein Studium an Fachhochschulen. Die Regelstudienzeit beträgt 8 Semester, wobei laut Angaben des Statistischen Bundesamtes aus dem Prüfungsjahr 2002 die Studierenden erst nach durchschnittlich 11.3 Fachsemestern ihr Fachhochschulstudium abgeschlossen haben. Neben dem Berufsqualifizierendem Abschluss Diplom- Ingenieur werden auch Studiengänge mit Barchelor- und Masterabschluss angeboten. Diesen Abschluss erreicht man durch ein Studium an einer Universität oder Technischen Hochschule oder Kunsthochschule. Die Regelstudienzeit beträgt 8 bis 12 Semester, wobei nach Angaben des Statistischen Bundesamtes aus dem Prüfungsjahr 2001 die atsächliche Studiendauer bei durchschnittlich 13 Fachsemestern liegt. Während des Studiums ist eine außeruniversitäre berufspraktische Ausbildung von mindestens 26 Wochen abzuleisten. Architektur kann auch im Rahmen von Magisterstudiengängen gewählt werden, allerdings nur als Nebenfach. Daneben gibt es einschlägige Hochschulausbildungen auch mit Barchelor- und Masterabschluss.
Diesen Abschluss erreicht man durch ein Studium an einer Fachhochschule im Bereich Bauchemie. Die Aufgabe des Dipl.- Ing. für Bau (Chemie) unterscheidet sich natürlich vom Dipl.- Ing. für Architektur. Seine Aufgabe ist es natur- und ingenieurwissenschaftliche Kenntnisse auf diesem Gebiet bei der Bauplanung und –ausführung, bei estaurierungsvorhaben und bei der Gebäudesanierung einzubringen. 4.3. Arbeitsplätze Architekten und Architektinnen sind meist in kleinen und mittleren Architektenbüros als Selbstständige, Angestellte oder freie Mitarbeiter/innen beschäftigt. Ich habe mein Praktikum in einem solchen Architektenbüro gemacht. Thorsten Fehling ist selbstständig und hat eine Architektin und zwei Bauzeichner als Angestellte. Außerdem findet man Arbeitsplätze in der Bauverwaltung (als Beamte/Beamtinnen oder Angestellte), in Baufirmen, Wohnungsbaugesellschaften und Bauabteilungen großer Firmen. Sie erstellen Planungen zum Beispiel für Wohn-, Gewerbe- oder Bürobauten, Läden, Krankenhäuser, Schulen, Kirchen oder Theater. Thorsten Fehling arbeitete zu Anfang als angestellter Architekt für das Bauunternehmen Heino Frerichs. Zu den Aufgaben des Architekten gehört aber auch die Überwachung von Bau, Umnutzung, Sanierung oder Renovierung. Außerdem ergeben sich neue Tätigkeitsfelder in den Bereichen Multimediagestaltung, Animation und Video. 4.4. Aufstiegsmöglichkeiten, Weiterbildung Durch die ständige und immer schneller werdende Entwicklung neuer Techniken ist es wichtig für einen Architekten sich weiterzubilden, um seine Kenntnisse zu erweitern und zu aktualisieren. Nur wenn ein Architekt auf dem aktuellen Stand des Wissens ist kann er verantwortungsbewusst und zukunftsorientiert arbeiten. Deshalb haben Architekten die Pflicht zur Fortbildung in den meisten Bundesländern in die Berufsordnung aufgenommen. Die Architektenkammern der Länder haben für die Fortbildung der Architekten Institute und Akademien eingerichtet, die ein sehr vielfältiges und umfangreiches Angebot für Architekten, Innenarchitekten, Landschaftsarchitekten und Stadtplaner bieten. Neben den Seminaren und Lehrgängen der Architektenkammern sind aber auch Aufbaustudiengänge und die Möglichkeit zum Erwerb von Spezialqualifikationen für Architekten von großem Interesse. 4.5.Einstellungschancen, Berufsaussichten In einem Zeitungsbericht von August 2004 wird berichtet wie die Lage auf dem Arbeitsmarkt für Architekten laut einer neuen Studie der ZAV (Zentralstelle für Arbeitsvermittlung) ist. Die sinkende Nachfrage der Architekten ist eng mit der Krise der Baubranche in den letzten Jahren verbunden. In dieser Berufsgruppe bewegt sich der Arbeitsmarkt schon seit langem nicht mehr. Die Zahl der privaten und öffentlichen Bauvorhaben ist stark rückläufig. Gleichzeitig liegt die Zahl der Absolventen im Studienfachbereich Architektur seit Jahren bei mehr als 6.000. Im Jahr 2003 jedoch gingen nur 1.162 Stellenmeldungen für Architekten bei den Agenturen für Arbeit ein. Die sind knapp 28 Prozent weniger als im Jahr 2002. So kam es, dass im Jahr 2003 insgesamt 8.973 Architekten als arbeitslos gemeldet wurden. Quellen: Praktikum; www.arbeitsagentur.de, Presse nach oben 5. Protokoll eines typischen Arbeitstages Tagesbericht vom Donnerstag, den 25. November’04 8:00 Uhr- 12:30 Uhr Beginn des Arbeitstages beim Architekten Heute waren Bettina, Christian und die Auszubildende Melanie da. Wolfgang, der andere Praktikant besucht jeden Donnerstag eine Fachhochschule in Oldenburg und ist deshalb nicht anwesend. Ich habe meine Arbeit am großen Zeichenbrett vorbereitet an dem ich nur zeichnen kann wenn Wolfgang nicht da ist, denn dieser Architekt besitzt nur eine großes Zeichenbrett und ein kleines, an dem ich die anderen Tage arbeite. Also habe ich meine angefangene Bauzeichnung des Dachgeschosses eines Wohnhauses an das Zeichenbrett befestigt und mir Stifte und Schablonen bereitgelegt. Die Bauzeichnungen zeichne ich alle mit Hilfe einer Vorlage ab. Die Längen und Breiten kann man an der an der Vorlage ablesen. Um die Original Bauzeichnung, die ich als Vorlage benutzte nicht zu beschädigen fertigte ich hiervon eine Kopie an. Für solche großen Zeichnungen gibt es einen speziellen Kopierer. Wie man mit ihm umgeht zeigte mir Melanie. Dieser benötigte ca. 5 Minuten um funktionsfähig zu sein. Da ich am Mittwoch bereits alle Vorzeichnungen mit dem Bleistift erledigt hatte, konnte ich mit den mit dem Nachzeichnen beginnen. Dies macht man mit Tintenstiften. Diese gibt es in verschiedenen Stärken und sie kosten ca. 30 € pro Stück, deshalb musste ich beim Zeichnen darauf achten sie nur leicht aufzudrücken um sie nicht zu beschädigen. Bis zum Mittag war ich damit fertig. 12:30 Uhr- 13:15 Uhr Mittagspause Diese verbrachte ich zuhause, einige Angestellten bringen sich ihr Mittagessen aber auch mit. 13:15 Uhr - 15:30 Uhr Da ich mit der Zeichnung des Dachgeschosses fertig war, konnte ich mit der Umrandung beginnen. Wie man diese zeichnet erklärte mir Christian ausführlich mit Hilfe einer Skizze. Hierbei muss man bestimmte Abstände und Linienstärken beachten. Sie dient zur Hilfe beim Falten und lässt die Zeichnung schöner aussehen. Neben der Umrandung kommt auf die rechte Seite ein Stempel. Hierzu gehört die Bezeichnung des Bauprojektes, die Anschrift de Bauherrn, die Anschrift des Architekturbüros, die Bezeichnung des Bauteils, der Maßstab und der Name des Bauzeichners mit Datum. Außerdem befindet sich über dem Stempel ein Nordpfeil, der anzeigt in welche Himmelsichtung die Seiten des Hauses zeigen. Weil ich die Umrandung des Erdgeschosses auch noch nicht gezeichnet hatte, tat ich dies noch. 15:30 Uhr Arbeitsschluss (Dieser war an diesem tag schon eine Stunde früher wegen eines Arzttermines.) Nachreflexion Während meines Praktikums beim Architekten habe ich viele Erfahrungen gemacht. Zu Anfang war es komisch für mich, da ich es nicht gewöhnt war, von morgens bis abends im sitzen in einem Büro zu arbeiten. Außerdem habe ich gleich, nachdem ich den Mitarbeitern vorgestellt wurde, eine Bauzeichnung eines kleinen Zweifamilienhauses bekommen, die ich am Zeichenbrett abzeichnen sollte. Also habe ich die ersten zwei Tage nur gezeichnet. Ich habe mich kaum mit den Mitarbeitern unterhalten und erst am Mittwoch haben dann endlich kleinere Gespräche stattgefunden, wodurch mir die Arbeit gleich viel mehr spaß machte. Ich konnte auch kleine Zeichenerfolge erkennen und war sogar etwas stolz auf meine Zeichnungen. Für das Erdgeschoss eines Wohnhauses zum Beispiel habe ich 1 ½ Tage gebraucht. Besonders viel Spaß hat das Zeichnen der Ansichten gebracht. Obwohl die Genauigkeitszeichnungen auch gut waren! Diese konnte ich mit Menschen Pflanzen und Tieren verschönern. Da noch ein zweiter Praktikant dort war, der einmal pro Woche noch die Schule besuchen musste, konnte ich leider nicht immer am großen Zeichenbrett arbeiten, sondern war die meiste Zeit am Kleinen, was beim Zeichnen der Umrandung sehr unpraktisch war. Da ich selber auch gerne einmal mit auf eine Baustelle wollte, habe ich Herrn Fehling gefragt, ob es möglich sei, mich für einen Tag auf eine Baustelle mitzunehmen. Daraufhin meinte er, dass es sinnvoller sei, mit einem Bauleiter auf eine Baustelle zu fahren, was ich dann auch am Donnerstag den 02.12 tat. Diese kleine Abwechslung hat mir gut gefallen, obwohl ich mich wieder aufs Büro gefreut habe. Mir wurden alle Fragen sowohl auf der Baustelle wie auch im Büro gut und so ausführlich wie ich es wollte beantwortet. Von den Angestellten im Büro habe ich einige Sachen auch mit Hilfe von kleinen Skizzen erklärt bekommen. Da dieser Betrieb zurzeit eine Auszubildende (Melanie Postler) hat, konnte sie mir Hilfsaufzeichnungen aus ihrer Mappe geben, die mir zum Beispiel beim Zeichnen des Daches geholfen haben. Wenn ich irgendwelche Sachen haben benötigte durfte ich sie mir kopieren. Für die großen Bauzeichnungen gibt es einen eigenen großen Kopierer und eine bestimmte Falttechnik, die Melanie mir gezeigt hat. Im Großen und Ganzen hat mir das Praktikum sehr gut gefallen und auch viel Spaß gemacht! Der Beruf selbst hat mir besser gefallen als erwartet, ich könnte mir vielleicht sogar vorstellen etwas in der Richtung zu machen, obwohl es mich gestört hat, soviel zu sitzen. Ich bin froh dieses Praktikum gemacht zu haben.
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