Wie jedes Jahr, fuhr auch dieses mal ein Kurs nach Österreich zum Skifahren oder Snowboarden. Um den Text so kurz wie möglich zu halten und die Leser nicht zu langweilen gebe ich nur eine Übersicht über die Fahrt. Ab und zu werde ich natürlich ins Detail gehen, um einige Begebenheiten hervorzuheben und zu kommentieren.

Dieses Jahr sollte es zum Mölltalgletscher gehen, einem zwar in der Pampa gelegenen Skigebiet, dafür aber eins mit fast hundertprozentiger Schneewahrscheinlichkeit. So beflügelt, reiste der Kurs an einem grauen Freitag im Januar los. Da wir um Kosten zu sparen noch Schüler aus Osnabrück abholen mussten, dauerte die Fahrt insgesamt 18 Stunden. Eigentlich kein Problem, doch unsere Reisepartner waren einfach nicht zum schlafen zumute. Darum wurde die Fahrt ein wenig anstrengend, hinzu kam die viel zu knapp bemessene Bewegungsfreiheit der Füße.
Also nach 18 Stunden Fahrt, kamen wir in Obervellach an. Unserem Heimatort für eine Woche. Unser Hotel, dass sich übrigens Alpenhof nannte, was ich übrigens nicht für sehr einfallsreich halte, war zwar nicht sehr luxuriöses. Dafür war der Wirt, wir durften ihn Helmut nennen, eben ein waschechter Össi. Überhaupt waren die Leute in dem Dorf sehr freundlich gegenüber Fremden, insbesondere Deutschen eingestellt. Was man ja nicht immer von unseren Nachbarn behaupten kann. Gleich am ersten Tag, kurz nach unserer Ankunft, wurde der örtliche Idioten.... ähm Anfängerhügel von einigen Wagemutigen aufgesucht. Ich selbst war einer von ihnen. Zum Glück war der einzige Ankerlift wegen technischer Probleme außer Betrieb, so mussten wir immer den Hügel hinauflaufen und konnten so die alten Knochen ein wenig bewegen.

 
   
       
 
 
       
 

Am nächsten Tag ging es rauf zum Gletscher und falls es sich jemand schon gefragt hat wie kalt es da oben sein kann, dem sei hiermit gesagt sehr kalt. Wir hatten häufig minusgrade und stürmischen Wind. Unser Rekord waren –25°. Das führte häufig dazu, das die Pisten gesperrt wurden. Wer trotzdem vorher noch eine Abfahrt machen wollte, der tat dies auf eigene Gefahr. Ich kann nur sagen, ich war immer dabei und es hat eine mords Gaudi gemacht. Jeder der auf einem riesigen Gletscher stand, dem die Augen zugefroren sind und der Wind einen vom Board geholt hat, der weiß was das für ein Gefühl ist trotzdem runter zu fahren und unten heil anzukommen um dann einen zünftigen Jägertee zu trinken. Es ist unbeschreiblich! Auf unsere abendlichen Aktivitäten werde ich jetzt besser nicht eingehen. Ich sage nur es gibt ein paar gute Fotos von jedem.

Der letzte Tag wurde noch einmal richtig genutzt um irgendwelche schwarzen Pisten runter zu pesen. Wohlweislich aus Erfahrung habe ich für diesen Tag dann auch eine Versicherung abgeschlossen, denn gleich meine zweite Abfahrt endete mit einem Sturz und der völligen Zerstörung einer 200 Euro teuren Flow-bindung. Da sich das Malheur erst auf halber Strecke ereignete musste ich auf dem Board sitzend runter rodeln. Ich kann dazu nur sagen, wer dies selbst noch nicht ausprobiert hat, der hat etwas verpasst. Leider vergeht die schöne Zeit immer am schnellsten und so mussten wir uns auch wieder viel zu schnell verabschieden von den weißen Pisten, dem Alko....und unseren Snowboardleh... -freunden. An dieser Stelle möchte ich mich noch einmal bei den beiden für die echt lustige Zeit bedanken. Übrigens Jan, falls du diese Zeilen jemals liest, deine Sprünge waren echt stylish! Natürlich möchte ich mich auch bei Herrn Pelz bedanken ohne den die ganze Fahrt nicht möglich gewesen wäre. Unsere Rückfahrt war wenn, man nur den Sitzkomfort betrachtet um einiges besser. Unglücklicherweise zog es in dem Bus wie Hechtsuppe, sodass bei der Ankunft ausnahmslos jeder erkältet war.

Fazit: Die Fahrt hat mir sehr viel Spaß gemacht und würde ich mit den gleichen Leuten gerne wiederholen. Ich möchte mich an dieser Stelle noch einmal für die leckere Torte und die vielen Glückwünsche bedanken. Ich denke, ich habe nicht nur ein wenig gelernt mit dem Snowboard umzugehen sondern auch die Bekanntschaft von vielen sehr freundlichen, netten und unvergesslichen Freunden gemacht!
 
 

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