04.09.2011 | Antike Fluchtafeln, Parry Hotter und Sönke Schmidt in der Schüler-Akademie Gaesdonck Autor: Sönke Schmidt

Liest man diesen Titel, stellen sich neben der Feststellung: „komischer Titel“ auf Anhieb zwei Fragen. Erstens: Wer oder was ist Gaesdonck? Zweitens: Was macht der Sönke Schmidt vom Mariengymnasium da?

Antwort eins: Gaesdonck ist ein katholisches Internat in NRW ca. 5 min von der holländischen Grenze entfernt, das ganz im Stil von Hogwarts gestaltet ist. Allerdings heißen die Häuser hier nicht „Gryffindor“, „Ravenclaw“, „Hufflepuff“ oder „Slytherin“ sondern „Michael“, „Tobias“, „Georg“ usw. und die ehemaligen Schulleiter trugen zwar auch Gewänder, allerdings keine Zaubergewänder sondern geistliche.

Antwort zwei: Ich habe dort natürlich zaubern gelernt. Allerdings nicht wie der Harry Potter es sonst macht sondern wie es die antiken Magier praktiziert haben.

Um genau zu sein, habe ich im Rahmen der JGW-Schülerakademie Gaesdonck etwas länger als eine Woche an dem sehr spannenden Kurs „Priester, Magier und Gelehrte“ teilgenommen. Inhalt des Kurses war die Analyse antiker Quellen zu den drei Teilbereichen: Religion, Magie und Wissenschaft in Bezug auf einen Heilungsprozess.

So schlug ich mich also eine Woche lang gemeinsam mit einem unglaublich netten und humorvollen Kurs durch Texte der Ilias, Texte von Plinius, Theaterstücke von Aristophanes, antike Fluchtafeln, betrachtete antike Voodoo- Puppen und Schriften von Säulen auf denen der Heilschlaf des Äskulap angepriesen wurde, sowie Schriften des Hippokrates, in denen er die Vier-Säfte Lehre beschreibt. Außerdem wurden Texte von Historikern zu Rate gezogen und es wurde eifrig die griechische Sprache analysiert auf die Frage: Kannten die Menschen in der Antike überhaupt die Abgrenzung dieser Teilbereiche? Natürlich blieb es nicht beim bloßen Lesen und Besprechen der Quellen. So wurden beispielsweise die in antiken Zauberpapyri beschriebenen Flüche als Youtube-Anweisung für den Hobby-Magier im Kursraum vorgeführt. Ich hatte eine wirklich gute Kurswahl getroffen. Zwischendurch hatte man auch reichlich Freizeit, die man zusammen mit den anderen Akademieteilnehmern in den sogenannten KüAs (Kursübergreifenden Aktivitäten)oder mit einem Ausflug über die Holländische Grenze verbringen konnte.

DSA

Ich selbst habe an den KüAs Chor und Theater teilgenommen. Wobei die Theater KüA sicherlich zu den chaotischsten und witzigsten Aktivitäten gehörte, die ich bisher gemacht habe. Das schöne war nur, dass das ganze Chaos als kreativer Witz in das Theaterstück einfloss, sodass am Ende dieser KüA das wirklich geniale Stück „Parry Hotter und der halbe doppelte Lohn“ heraus kam. Sowohl die Chorstücke wie auch unser Theaterstück wurden an zwei aufeinanderfolgenden Präsentationsabenden aufgeführt. Außerdem gab es zahlreiche weitere musikalische Präsentationen, jeder Kurs überlegte sich lustige Aktivitäten, die mit den Kursleitern vorgeführt wurden und zum Abschluss sangen alle nochmal die Gaesdonck Hymne „Wir waren in Gähsdonck“.

Eine Woche oder gar zwei während der Ferien in einer schulähnlichen Institution zu verbringen, ist natürlich abschreckend. Aber wenn man einmal eine Schüler-Akademie mitgemacht hat, all diese tollen, kreativen und unglaublich netten Menschen aus ganz Deutschland getroffen hat und mit ihnen zusammen gearbeitet und gelacht hat, weiß man:

Es gibt in den Ferien nichts besseres und erholsameres als eine solche Akademie!

Für alle kreativen, offenen, engagierten, lustigen und intelligenten Schüler unbedingt empfehlenswert. Einfach mal machen, man bereut es nicht.

DSA

Ich selbst habe an den KüAs Chor und Theater teilgenommen. Wobei die Theater KüA sicherlich zu den chaotischsten und witzigsten Aktivitäten gehörte, die ich bisher gemacht habe. Das schöne war nur, dass das ganze Chaos als kreativer Witz in das Theaterstück einfloss, sodass am Ende dieser KüA das wirklich geniale Stück „Parry Hotter und der halbe doppelte Lohn“ heraus kam. Sowohl die Chorstücke wie auch unser Theaterstück wurden an zwei aufeinanderfolgenden Präsentationsabenden aufgeführt. Außerdem gab es zahlreiche weitere musikalische Präsentationen, jeder Kurs überlegte sich lustige Aktivitäten, die mit den Kursleitern vorgeführt wurden und zum Abschluss sangen alle nochmal die Gaesdonck Hymne „Wir waren in Gähsdonck“.

Eine Woche oder gar zwei während der Ferien in einer schulähnlichen Institution zu verbringen, ist natürlich abschreckend. Aber wenn man einmal eine Schüler-Akademie mitgemacht hat, all diese tollen, kreativen und unglaublich netten Menschen aus ganz Deutschland getroffen hat und mit ihnen zusammen gearbeitet und gelacht hat, weiß man:

Es gibt in den Ferien nichts besseres und erholsameres als eine solche Akademie!

Für alle kreativen, offenen, engagierten, lustigen und intelligenten Schüler unbedingt empfehlenswert. Einfach mal machen, man bereut es nicht.