22.07.2014 | MG Jever ist „Europaschule“ – Auszeichnungsveranstaltung in Lüneburg Autor: Lichte

Am Montag, den 14.07.2014, wurde in Lüneburg das Mariengymnasium Jever zusammen mit 105 anderen niedersächsische Schulen durch die Auszeichnung „Europaschule in Niedersachsen“ geehrt. Rund 240 Gäste von Schulen unterschiedlicher Schulformen aus ganz Niedersachsen waren angereist, um ihre Auszeichnung entgegen zu nehmen. Im Rahmen einer abwechslungsreichen und feierlichen Veranstaltung in der Berufsbildenden Schule I Lüneburg überreichte Ulrich Dempwolf, Präsident der Niedersächsischen Landesschulbehörde, eine entsprechende Urkunde, „Türschild“ und Europaflagge an die Schulleitungen und Europakoordinatoren der Schulen und betonte: „ Diese Auszeichnung ist nicht nur Dank und Anerkennung für die bisher geleistete Arbeit sondern auch Aufforderung und Motivation, sich weiterhin der Entwicklung von Europakompetenzen von Schülerinnen und Schülern zu widmen.“ Die Urkunde wurde überreicht von dem Leiter der Landesschulbehörde Osnabrück, Herrn Horst-Dieter Husemann.

Jutta Schiecke, Leiterin des Amtes für Regionale Landesentwicklung Lüneburg, zeigte in ihrem Grußwort die Aufgaben dieses neuen Amtes auf und bot den Schulen vor allem die Unterstützung des dort angegliederten „europe direct“ Büros an. Das Mariengymnasium verfügt seit vielen Jahren über aktive Kontakte mit europäischen Nachbarn und sieht den europäischen Gedanken als ganz wichtiges Element des schulischen Handelns. Das Mariengymnasium war aktive Comenius-Schule, führt intensiv Austauschmaßnahmen mit einer französischen, einer tschechischen, einer ungarischen und einer Schule der Schortenser Partnerstadt Pieszyce in Polen durch. Mehrfach wurden gemeinsame Arbeitsprojekte mit Partner in Poznan in Polen durchgeführt.

Seitdem an der Schule Italienisch unterrichtet wird, besteht auch ein Austausch mit einer italienischen Schule.

Die Europaaktivitäten werden am Mariengymnasium koordiniert von den Lehrkräften Holger Kiesow und Gerd Hochheiser.

Eine der Voraussetzungen für die Zuerkennung des Titels Europaschule ist auch die intensive Verankerung des europäischen Gedankens im Unterricht aller Fächer.

Hintergrund:
Die Europaschulen in Niedersachsen haben das Ziel, Kenntnisse über Europa und europäische Institutionen zu fördern, die aktive Teilhabe an der Unionsbürgerschaft sowie die Mehrsprachigkeit zu stärken und in besonderem Maße die Entwicklung interkultureller Kompetenzen zu unterstützen. Alle allgemein bildenden und berufsbildenden Schulen in Niedersachsen mit einem europäischen oder interkulturellen Schulprofil konnten einen Antrag zur Zertifizierung als „Europaschule in Niedersachsen“ stellen, um ihre Aktivitäten auf dem Gebiet der Europabildung überprüfen zu lassen. Inzwischen haben sich 107 Schulen im Land Niedersachsen nach einem Scoring-Modell durch die Fachleute der Niedersächsischen Landesschulbehörde bewerten lassen. Die Zusatzbezeichnung“ Europaschule in Niedersachsen“ wird den ausgezeichneten Schulen für fünf Jahre zuerkannt. Schulen, die die Zusatzbezeichnung „Europaschule in Niedersachsen“ führen möchten reichen ihren Antrag formlos zum 1. Februar eines jeden Jahres bei der Niedersächsischen Landesschulbehörde ihrer Regionalabteilung ein.

Das Foto zeigt Schulleiter Frank Timmermann und Europakoordinator Gerhard Hochheiser mit der Europaflagge und dem Schild, das die Schule als „Europaschule in Niedersachsen“ ausweist.