12.11.2014 | Schüler erforschen die NS-Geschichte ihrer Stadt Autor: Peters

... so hieß 1981 ein Film des ZDF über ein inzwischen fast berühmt gewordenes Schülerprojekt am Mariengymnasium. Mehr als 30 Jahre später zeigte sich, dass die Aktivitäten immer noch weitergehen. Zur Feier der Namensgebung für das Studienzentrum „Gröschlerhaus“ an der Stätte der von den Nationalsozialisten zerstörten Synagoge kamen einige Aktivisten von damals zurück nach Jever. Karen und Kerstin Krumrei und die Musiker Iko Andrae und Eckhard Harjes beteiligten sich aktiv an der Gestaltung des Programms für die 30 aus drei Kontinenten angereisten Kinder und Enkel von Julius und Hermann Gröschler. Antje C. Naujoks, die seit über 20 Jahren in Israel lebt, beriet den aktuellen Arbeitskreis „Juden in Jever“ um ihren alten Politiklehrer Hartmut Peters in allen wichtigen Fragen.
Über das Ereignis Namensgebung Gröschlerhaus ist auf YouTube ein Feature zu sehen. Vermutlich hat es in Deutschland bisher noch kein solches „second generation meeting“ gegeben. Die Holocaust-Überlebenden („first generation“) aus Jever hatten 1984 auf Einladung des Schülerprojekts die Marienstadt besucht.
Die Deutsch-Israelin und Politologin Antje C. Naujoks hält am 26. November um 19:30 h in der Aula einen öffentlichen Vortrag über ihr Leben und Israel und wird am Donnerstagvormittag in der 3. und 4. Stunde auch vor dem 11. Jahrgang sprechen. Veranstalter ist der Verein der Ehemaligen.



Foto: Wolfgang Niemann