23.03.2015 | Engagierte Arbeit für »Jugend gestaltet Zukunft« Autor: Ideenwerkstatt Q1

Zurückgehend auf eine Initiative des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend wurde eine Arbeitsgruppe mit dem Namen »Jugend gestaltet Zukunft« gegründet, deren Hauptanliegen es ist, die Ideen junger Menschen aufzugreifen und zu prüfen, ob diese auf politischer Ebene umsetzbar sind. Im Fokus sollte dabei der demographische Wandel stehen, welcher die Gesellschaft in Zukunft vor immense Herausforderungen stellen wird und gerade in einer ländlichen Region wie Friesland zu großen Einschnitten führen könnte.


Deswegen wurde Friesland auch als eine der Modellregionen ausgewählt, in welcher sogenannte »Ideenwerkstätten« durchgeführt werden sollten, so dass Jugendliche konkrete Vorschläge zu einzelnen Teilbereichen des demographischen Problems erarbeiten konnten. Am Mariengymnasium Jever geht diese Durchführung auf das persönliche Engagement von Philip Schick (Q1) und der SV zurück, hierbei wurden Sie von Herrn Boës organisatorisch unterstützt.


Am Freitag, den 19. März war es dann soweit, und ein eigens angereistes Team der Uni Lüneburg, bestehend aus Timo Bleckwedel (wissenschaftlicher Mitarbeiter) und Hans-Peter Lührs (Doktorand), stand zwölf Schülerinnen und Schülern aus der Q1 und einem Schüler aus der achten Klasse gegenüber, um zu diskutieren und Lösungsvorschläge zu erarbeiten. Nach einer umfassenden Einführung in die Thematik suchten sich die Diskutanden zunächst die Unterthemen »Arbeit/Wirtschaft« und »Wanderungsbewegungen, Integration und Umgang mit Vielfalt« aus, auf welche sie sich dann aufteilten. Nach intensiven Auseinandersetzungen und einigen Kontroversen stellten die Arbeitsgruppen ihre Ergebnisse vor, welche unter anderem Ideen wie die wirtschaftliche Nutzung eines legalen Hanfanbaus sowie konkrete Forderungen zur schnelleren Integration von Migranten nach dem Vorbild skandinavischer Länder umfasste.


Nach einer kurzen Auflockerung teilten sich die Gruppen noch einmal neu auf und wählten die Themengebiete »Familie« und »Infrastruktur« aus. Auch hierbei wurde sehr leidenschaftlich diskutiert, so wurden auch heiße Eisen wie die Rolle der Frauen in der Gesellschaft nicht ausgespart. Darüber gerieten Dinge wie die Sonnenfinsternis und Pausenzeiten zum Teil völlig in Vergessenheit. Nachdem auch diese Ergebnisse im Plenum vorgestellt und diskutiert worden waren, zeigten sich die wissenschaftlichen Begleiter der Universität sehr beeindruckt von der Diskussionskultur und Ideenvielfalt der Teilnehmerinnen und Teilnehmer, und auch diese machten deutlich, dass sie trotz sechs Stunden intensiver Arbeit gerne noch weitergemacht hätten, wenn nicht AG-Verpflichtungen oder Busfahrpläne dem entgegengestanden hätten. So zogen alle Beteiligten ein durchweg positives Fazit der Veranstaltung, und blicken mit Spannung der Regionalkonferenz am 14. April in Varel entgegen, bei der Philip Schick, Luca Wachtendorf und Mustafa Fakhro das Mariengymnasium vertreten und ihre Vorschläge der Arbeitsgruppe des Bundesfamilienministeriums vorstellen werden.