22.04.2015 | Ideenwerkstatt »Jugend gestaltet Zukunft« -- die nächste Runde Autor: Luca Wachtendorf (Q1)

Am Dienstag, den 14. April, ging das Projekt »Jugend gestaltet Zukunft«, eine Initiative des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, in die nächste Runde, nachdem eine Schülergruppe des Mariengymnasiums Mitte März Lösungsvorschläge in Kooperation mit einem angereisten Team der Universität Lüneburg erarbeitet hatte. Diese Vorschläge bezogen sich dabei auf die Probleme des demographischen Wandels, welcher besonders in ländlichen Regionen wie Friesland weitreichende Folgen hat.


Insgesamt nahmen an diesem Projekt 17 Institutionen aus Friesland teil, darunter vor allem Schulen und Jugendvereine. Die Ergebnisse dieser Institutionen wurden in einer beachtlich kurzen Zeit von dem Team der Universität Lüneburg zusammengetragen und abgeglichen, sodass ein enormes Gesamtergebnis von über 1400 Vorschlägen und Ideen zustande kam. Am Dienstag endsandte jede dieser Gruppen drei Delegierte nach Varel, wo die Ergebnisse letztendlich dem Arbeitskreis »Jugend gestaltet Zukunft« des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und anderen Politikern präsentiert, und Handlungsempfehlungen an die Bundesregierung formuliert wurden.


Das Mariengymnasium Jever vertraten dabei Philip Schick, Mustafa Fakhro und Luca Wachtendorf (alle Q1). Unter anderem waren auch die Schüler Hilko Heikens und Leon von Ewegen (beide Q1) des Mariengymnasiums stellvertretend für die Junge-Union Friesland anwesend.


Der Tag begann mit einem Lob von Prof. Dr. Waldemar Stange von der Universität Lüneburg für die vielen konstruktiven Vorschläge. Er sagte, wenn man diese Vorschläge mit denen von Experten vergleiche, gäbe es kaum Unterschiede – jedoch sei die Jugend günstiger als teuer bezahlte Experten. Nach einem kurzen Rundgang haben sich die Jugendlichen auf Themengebiete aufgeteilt, welche für sie persönlich interessant sind. Schließlich bereiteten Sie sich in Gruppen für die Präsentation ihres Themengebietes vor, mit Hilfe einer Stärkung in Form von Butterbroten und Getränken. Dabei wurden auch schon eventuelle Rückfragen, welche von den Politikern kommen könnten geklärt und es wurde ein Brief verfasst, der aus dem Jahre 2035 an den Landrat Sven Ambrosy geschickt werden soll und die Erfüllung der erarbeiteten Vorschläge beinhaltet. Dieser Brief sollte dabei unter anderem zur Diskussion mit den Politikern anregen um Vorschläge und Ideen auf Augenhöhe auszutauschen – Parteiangehörigkeit oder Wähler-Stimmen sammeln spielten dabei überhaupt keine Rolle. Unter anderem wurde dabei auch die wirtschaftliche Nutzung eines legalen Hanfanbaus diskutiert, wobei der Brief an Herrn Ambrosy die Diskussion sehr gelungen einleitete, so dass er diesen gleich mit nach Hause nahm.
Insgesamt kamen die drei Delegierten mit sehr positiven Eindrücken von der Veranstaltung. Sie waren sehr begeistert von der Organisation und von den Gesprächen auf Augenhöhe mit richtigen Politikern.