22.06.2015 | Jugendbeteiligung in Friesland macht Riesenfortschritte Autor: F.Riethmüller, L.Wachtendorf

»Die Zukunft ist offen und beeinflussbar« – frei nach diesem Motto versuchen Jugendliche aus Friesland und drei anderen Landkreisen Deutschlands, die am Forschungsprojekt »Jugend-Demografie-Dialog« unter der Leitung von Professor Dr. Waldemar Stange, Timo Bleckwedel (M.A.) und Anja Bentrup (M.A.) teilnehmen, sich aktiv an der politischen Gestaltung des demographischen Wandels in ihrer Region zu beteiligen und zudem die Jugendbeteiligung in den Kommunen nachhaltig zu fördern.


Schon zu Beginn dieses Monats trafen sich die Delegierten auf der Insel Wangerooge zu einem Klausur-Wochenende, um die Ergebnisse der vorherigen Jugendkonferenz, welche im April stattfand (siehe Artikel vom 22.04.2015), sowie die der voran gegangenen Demografiewerkstätten weiter auszuarbeiten.


Betreut durch ein Team von der Universität Lüneburg sowie Sandra Gudehus, Ansprechpartnerin für die Jugendlichen im Landkreis Friesland, ordneten die insgesamt 14 Jugendlichen aus Friesland die fast 1400 Vorschläge, aus den insgesamt 12 Themengebieten, darunter zum Beispiel Arbeit und Wirtschaft, aber auch Alter oder Jugendgerechte Gesellschaft, den einzelnen Fachbereichen der Verwaltung des Landkreis Friesland zu.


Vom Mariengymnasium vertreten waren Felicia Riethmüller, Philip Schick, Mustafa Fakhro und Luca Wachtendorf als Delegierte ihrer Schule, sowie Leon von Ewegen als Delegierter der Jungen Union Friesland. Unter anderem wurden sie mit den Themen des Fachbereiches »Planung, Bauordnung und Gebäudemanagement«, aber auch des Fachbereiches »Gleich­stellungs­beauftragte« konfrontiert und arbeiteten aktiv an den jeweiligen Vorschlägen, um diese weiter auszuführen und zu visualisieren.


 Ziel war es, dass alle Vorschläge letztendlich soweit ausgeführt sind, dass diese am 10. Juli den Vertretern und Vertreterinnen der Verwaltung des Landkreises vorgestellt werden und eventuell den Weg in die Umsetzung schaffen können. Außerdem sollen bei dieser Präsentation auch Fragen an die Vertreter und Vertreterinnen gestellt werden, die sich mit den einzelnen Vorschlägen ergaben und ebenso am Wochenende zusammengefasst wurden.


 Darüber hinaus versuchen die Jugendlichen nun mit Hilfe der Universität Lüneburg und Frau Gudehus als Vermittlerin zwischen Landkreis und Jugend die Jugendbeteiligung in der friesischen Kommunalpolitik zu steigern. Die erste Aktion, die Altersgrenze von »Liquid Friesland« auf 14 Jahre herabzusenken, wird sich wahrscheinlich in den nächsten Wochen zeigen.


Des Weiteren werden die Jugendlichen versuchen, das Projekt »Jugend-Demografie-Dialog« auch auf Schulen, Vereine etc. auszuweiten, die bisher noch nicht teilgenommen haben. Denn allen Jugendlichen soll gezeigt werden, dass ihre Stimme und ihr Engagement wirklich etwas bewirken kann – da die Herausforderungen und Veränderungen in der Gesellschaft, die in den nächsten Jahren auf uns zukommen, schließlich uns alle betreffen.