26.01.2016 | Exzellente Vorträge beim zweiten Schülersymposium Autor: Admin

Vor einem Jahr fand im Bürgerhaus Schortens das erste »wissenschaftsvorbereitende Schülersymposium« statt. Damals konnten die vortragenden Schülerinnen und Schüler zeigen, dass sie in ihren Seminarfächern großartige Arbeit geleistet hatten und die Ergebnisse fachgerecht präsentieren konnten.


Entsprechend groß waren die Erwartungen, wie die Vertreterinnen und Vertreter des Abiturjahrgangs 2016 ihr Symposium gestalten würden. Es zeigte sich auch bei dieser zweiten Veranstaltung, dass am Mariengymnasium Seminarfacharbeiten von höchster Qualität erstellt werden. Die Referentinnen und Referenten überzeugten mit einem thematisch breit gelagerten Programm exzellent erarbeiteter und überzeugend vorgetragener Beiträge.




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Wird die Menschheit beim Katzen-Klonen Halt machen? Charlotte Hinrichs ist skeptisch.






Charlotte Hinrichs eröffnete das Symposium mit dem Vortrag »Second Class Humans: Changes in the Depiction of Clones in
Literature and Film«. Ausgehend von Huxleys Roman Schöne neue Welt skizzierte sie die Entwicklung der Darstellung menschlichen Klonens im Science Fiction. Insbesondere konnte sie zeigen, dass die wissenschaftlichen Hintergründe des Klonens in Buch und Film eine immer kleinere Rolle spielen.




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Hayek? Friedman?… Stepanek!






Die Immobilienblase in den USA als Auslöser der globalen Finanzkrise hatte Jan-Hendrik Stepanek untersucht. In einem kenntnisreichen Vortrag vertrat Jan-Hendrik die These, dass eine fatale Entscheidung der Clinton-Administration für das Eintreten der weltweiten Rezession seit 2008 verantwortlich zu machen sei.




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Meret Wiese interviewte für ihre Facharbeit auch den Oldenburger Medizinhistoriker Ingo Harms.






Ein Thema, das in Deutschland lange totgeschwiegen wurde, ist die Ermordung behinderter Menschen in der Zeit der NS-Diktatur. Meret Wiese hatte sich mit diesem historischen Komplex befasst und stellte in ihrem Vortrag dar, wie dieser Bereich nationalsozialistischer Vernichtungspolitik in der Heilanstalt Oldenburg-Wehnen umgesetzt wurde. Da sie konkret die Verbechen darstellte, die auch an aus Friesland stammenden Opfern verübt wurden, rückte das historische Geschehen in beklemmende Nähe.




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Lötet Wetterfrösche zusammen und programmiert sie: Lukas Jansen






Einem technischen Themenbereich hatte sich Lukas Jansen gewidmet, nämlich der Entwicklung einer internetfähigen Wetterstation. Er konnte die Zuhörer durch die Darstellung seiner akribischen Vorarbeiten an Lötkolben und Computer bereits beeindrucken. Nachdem er dann auch noch auf der von ihm erstellten Webpage die aktuellen Temperatur- und Luftfeuchtigkeitsdaten aus seinem Zimmer darstellte, gab es seitens der Zuhörer bereits erste Kaufnachfragen.




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Tjark Behnke: Vom Krokodil lernen, um nicht vergessen zu müssen.






Überraschen konnte Tjark Behnke mit seinem Beitrag: Er stellte dar, dass es einen wissenschaftlich belegten Zusammenhang zwischen Alzheimer und dem Winterschlaf gibt, aus dem sich möglicherweise sogar neue Therapieansätze gewinnen lassen. Tjark konnte in seinem Vortrag seine Begeisterung für das Thema und seine genaue Kenntnis der Hintergründe unter Beweis stellen.




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Alexander Wilhelmy: Ihm macht James Bond nichts vor.






Was fasziniert uns eigentlich an James Bond? Vielleicht dass er sich (und sonst niemandem, insbesondere keiner) stets treu bleibt? Alexander Wilhelmy zeigte, dass es sich lohnt, genauer hinzuschauen. In seinem Vortrag »The Representation of Masculinities in Selected “James Bond” Films« wies er nach, dass es besonders hinsichtlich der Männer-Rolle einige Unterschiede zwischen dem einst von Sean Connery verkörperten James Bond und dem aktuell von Daniel Craig dargestellten 007 gibt.




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Kassel? Halb so schlimm, meint Philipp Schick.






Philipp Schick thematisierte im abschließenden Beitrag den Wiederaufbau von Kassel. Es gelang ihm, die sehr kontrovers geführte Diskussion über diese Frage sachlich darzustellen. Im Resumee seiner Betrachtung verteidigte er die oft geschmähte Wirtschaftswunderarchitektur Kassels als damals zeitgemäßen Entwurf einer modernen Großstadt.


Das Vortragsprogramm wurde von ausgewählten Schülerinnen und Schülern ausgezeichnet moderiert. Die Diskussionen, die im Anschluss an jeden Vortrag geführt wurden, zeigten, dass die versammelten Schülerinnen und Schüler großes Interesse an den behandelten Fragestellungen entwickeln konnten und sich auch darüber hinaus Gedanken machten.




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Tarik, Til, Sören und der unsichtbare Drummer Tristan






Für das Sahnehäubchen einer vollkommen gelungenen Veranstaltung sorgte die Band »Alternativ«, deren Mitglieder (alles Schüler des Mariengymnasiums) zu Beginn und in der Mittagspause einige Songs spielten und dabei erstmalig in der Geschichte des Rock das Wort »Schülersymposium« in einen Songtext einbauten.