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| 1. Einleitung |
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| 5. Bildergalerie | ||||
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| Fahrschein der Anschlussbahn Hohenkirchen - Schillig GmbH. | Militärfahrschein, der zu Kriegszeiten auch für die Strecke Hohenkirchen - Schillig benötigt wurde. | |||
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| Entlassungszeugnis eines Mitarbeiters der ehemaligen Anschlussbahn Hohenkirchen Schillig gmbH. | ||||
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| Kündigungsschreiben eines Bahnmitarbeiters. | ||||
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| Zwei Postkarten mit dem Motiv der Kaiserlichen Marine Signalstation Schillig, jedoch mit zwei unterschiedlichen Leuchttürmen | ||||
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| Blick auf die Reste der Deichbatterie. Im Vordergrund ist der zu Tarnzwecken angelegte Graben zu erkennen. | ||||
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| Das Innere der Deichbatterie. | ||||
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| 6. Interview mit Zeitzeugen | ||||
Interview mit Wilhelm und Wieland Rosenboom Interviewt von Christine Bönisch Die Bahn diente als Nachschubquelle für die Flak. Man konnte also mit der Bahn sehr schnell und gut die Versorgung für die Küstenverteidigung verstärken. So hat selbst Herr Rosenboom erzählt, dass Schillig als gute Verteidigung galt, „da man mit den Geschützen sowohl nach Norden und Osten schießen konnte“ und gleichzeitig wurden Wilhelmshaven und der Hafen selbst geschützt. Obwohl beide Männer nicht über die Entstehung der Bahn als Zeitzeugen auftraten, konnte Wieland Rosenboom dennoch einige Informationen über das Jahr 1914, das heißt über die Phase der Entstehung, berichten. „Es wurden Spanndienste eingerichtet, um das Material anzubringen und gleichzeitig wurde mit dem Schiff Sand angeliefert.“ Das Ergebnis war die Schillgbahn, die zurzeit von Kaiser Wilhelm II noch als Festungsbahn bezeichnet wurde und nur für Personen zugänglich war, die einen Militärfahrschein besaßen oder Militärangehörige waren. Aber nicht nur für das Benutzen militärischer Geräte brauchte man einen gewissen Schein, sondern auch, wie Wieland Rosenboom in einer lustigen Anekdote erzählte, „wenn man im 1. Weltkrieg nach Wilhelmshaven mit dem Auto wollte, musste man ein Visum beantragen.“ Aber auch für das Verwenden von Fahrrädern gab es bestimmte Regelungen, die den Gebrauch einschränkten, denn das Material wie Reifen oder Gummi war im Krieg teuer und für die Front wichtiger als für das eigene Vergnügen. Aber nicht nur Munition wurde auf den Gleisen transportiert, sondern auch die „Dicke Berta“. Jedoch wurde sie nicht verwendet und stand nur kurz auf den Gleisen. Auf einem Foto, welches uns in der Geschichtssammlung der Familie gezeigt wurde, konnte man einen kleinen Soldaten sehen, der nicht einmal so groß war wie die Geschützkugel der „Dicken Berta“. Obwohl es in der Zeit der Weimarer Republik nichts besonderes über die Bahn zu berichten gab, so konnte Wieland Rosenboom uns über Gästebucheintragungen aus Gasthäusern berichten, die besagten, dass es bereits vor 1939 Schießübungen mit der Flak gab. Auch wurden uns Fotos gezeigt, auf denen Adolf Hitler zusehen war. Dies konnte uns Wieland Rosenboom bestätigen. „Da war er aber auch noch kein Führer. [...] Das ist 1931 aufgenommen.“ Man muss nämlich wissen, dass Adolf Hitler einen Kriegskameraden in Horumersiel hatte, den er auch des Öfteren besuchte. Doch auch sein politisches Interesse war schon vorhanden gewesen, so dass er mit Hilfe von Wahlplakaten seine Bewegung propagierte. Nach 1933 wurde dagegen noch mehr die Bewegung in den Vordergrund gesetzt. „Kaiser Wilhelm ist nur einmal da gewesen“, konnte uns Herr Rosenboom erzählen. Eine weitere Anekdote, die in dem Gespräch erwähnt wurde, war die Geschichte um den Schilliger Leuchturm. „1871 - 78 ist die Jade gewandert. Seinen Meilenpunkte passten mit der neuen Anpeilung nicht mehr überein .Da hat man den Turm demontiert und hat ihn Binnendeichs wieder an die richtige Stelle gesetzt.“ Dies zeigte sich auf einem Bild, wo der Leuchtrum direkt neben der kaiserlichen Marine - Signalstation „Schillig“ zu sehen ist. Diese Station wurde bereits 1896 gebaut. „Der Turm ist nur einmal umgesetzt worden Er ist 1914 gesprengt worden, damit die Alliierten Schillig und damit Wilhelmshaven nicht so leicht finden konnten. […] Der abklappbare Leuchtturm, wurde gebaut nachdem der andere 1914 gesprengt wurde. Den konnte man über eine elektrische Winde abklappen, damit man ihn nicht mehr von der See sehen konnte – er stand bis 1959 - 61. Dann ist der gelbe Turm gekommen, der heute noch steht.“ Das Ergebnis für den Leuchtturm und Schillig war, bzw. ist, dass Schillig durch die beiden Kriege insgesamt drei Leuchttürme besaß. Nachdem der zweite Weltkrieg ausgebrochen war, wurde die Schilligbahn wieder für den Militärdienst verwendet und bekam unter den Soldaten den Beinamen: „Üli“. Man wusste nur, dass sie den Namen trug, doch warum war unbekannt. In dieser Zeit wurde auch die dritte Batterie in Schillig errichtet. Wenn man sich heute noch die letzten Reste der Bunkeranlage, der Deichbatterie anschaut, so sieht man einen großen Wassergraben. Da die Anlage nicht im Mittelalter gebaut wurde, in dem der Graben möglicherweise als Burggraben gedient haben könnte, stellte sich die Frage nach der Funktion. Diese gelang Herrn Wieland Rosenboom sehr genau zu definieren. „Der Wallgraben ist gleich mit der Errichtung der Batterie um zu gebaut worden. Früher hatten die Höfe in Friesland schon immer um ihren Hof eine Löschgraft – das war Löschwasser und das Trinkwasser für das Vieh. […]. Somit hat man auch zur Tarnung diese Graftanlagen drum herum angelegt. Aus der Luft sollte man eben nicht gleich die militärische Nutzung erkennen. […]. Man sieht auch auf Bildern, dass die Gebäude angestrichen wurden. So ähnlich, wie auch Kriegschiffe mit Tarnfarben gestrichen werden, dass sie nicht so groß wirken oder gar nicht zu sehen sind. So sind auch die Bunker verblendet worden, dass sie aussehen, als würde da ein Haus oder ein Hof stehen. Auch Geschützstände wurden mit Holz verkleidet. […]. Manche Menschen haben sogar an den Gebäuden richtige Blumen angepflanzt oder Gemüse angebaut.“ Diese neu errichtete Batterie galt als die Wiesenbatterie. Über diese Phase wusste auch Wilhelm Rosenboom zu berichten, aber vielmehr aus seiner Zeit in der Hitlerjugend und den Dienst an der Flak. „Wir wurden gemustert, bekamen dann eine Uniform und wurden an der Kanone ausgebildet.“ Sein Sohn wusste uns noch zu berichten, dass sein Vater eigentlich Bäcker gelernt hatte, aber aufgrund der politischen Lage, gezwungen war, in Schillig seinen Dienst zu verrichten. Durch Erfüllung der Pflicht gab es auch Orden. „Wir haben mit 15 Jahren an der Kanone gestanden.“ Die Bahn kam auch zum Einsatz, wenn ein Treffen der Hitlerjugend und dem Bund deutscher Mädel stattfand. „Einmal im Jahr war ein Treffen. […]. Wenn Adolf Hitler kam, mussten wir antreten und begrüßen. Dann haben alle am Deich gestanden. Adolf Hitler kam in einem Mercedes Benz und alle mussten stramm stehen. […]. Er ist dann am Strand runtergegangen. […]. Das war damals eine Ehre.“ Da Wilhelm Rosenboom an der Flak gestanden hatte, wurde er als Kombattant bezeichnet, das heiß, dass er Mitbediener eines Geschützes war, aber auch Mitkämpfer. Wieland Rosenboom, konnte uns noch über die Besatzung aufklären: „Mein Vater musste das Visier immer in die richtige Richtung stellen. Er war also der so genannte Richtschütze. Dann gab es noch den Ladeschütze, eventuell auch zwei. Dann noch den Landser als Geschützführer, doch meist war es ein Unteroffizier.“ Über einige Manöver mit der Flak, konnte man in einem Gästebuch, eine gewisse Eintragung sehen. Es war eine einfache Zeichnung, die zeigte, wie mit der Flak auf einen Ballon geschossen wurde, der von einem Flugzeug gezogen wurde. Mit diesem Manöver, mussten die Schützen der Flak lernen auf bewegliche Ziele zu schießen. Die Geschütze, die sich in Schillig befanden waren viel größer gewesen als die Geschütze in Horumersiel, so wusste uns Wilhelm Rosenboom noch die Unterschiede zu benennen. „In Horumersiel waren Kanonen aufgebaut mit 10.5cm Durchmesser. [...].Doch Schillig besaß Geschütze mit 38 cm.“ Man brauchte diese Geschütze, aber nicht nur um den Luftraum zu schützen, sondern auch zum Schutz der Seewege.“ Durch die Schilligbahn, wurde auch Schillig selbst zu einem militärischen Ort.. Wieland Rosenboom erzählte, dass Schillig fest militärisch war und die Anwohner, die dort wohnten, in der Kaserne mithelfen mussten. Denn das Deutsche Reich hat damals die Grundstücke abgebaut, um militärische Anlangen zu errichten. Die Leute, die auf dem Gelände wohnten, mussten einen Passierschein besitzen und ihn vorzeigen um rein und raus zu gehen. Des weiteren erzählte er über die Situation in Horumersiel im 1. Weltkrieg: „Horumersiel war auch im Ersten Weltkrieg Festungsbereich gewesen. Man musste sich als Horumersieler, wenn man in den Ort rein oder raus wollte ausweisen. […]. Wenn Besuch kam, musste man das anmelden und musste den Besuch am Tor abholen.“ Doch diente die Bahn nicht nur als Transportmittel. Sie wurde später als Wohneinrichtung verwendet, das heißt vielmehr dienten manche ausrangierte Waggons als Wohnungen. Selbst Wilhelm Rosenboom hatte das Bild noch vor Augen gehabt. „Dieser Waggon ist auch umgebaut worden. […].. Es war wohl Wohnraumknappheit gewesen und da hat man darin gewohnt.“ Nach dem Zweiten Weltkrieg, war die Geschichte der Militärbahn zu Ende, denn sie wurde nicht mehr für solche Zwecke verwendet, sondern diente jetzt dem Strom der Flüchtigen, die aus den östlichen Gegenden Deutschlands kamen. Herr Rosenboom erzählte über diese Bewegung, dass der Zug, vielmehr einige Waggons in ein Lazarett umgebaut wurden. „Wie der Krieg zu Ende ging sind viele Ostdeutsche Heimatvertriebene oder Flüchtige hierhin geflüchtet. Die wurden in den Kasernen untergebracht. Die Kasernen waren aber schon recht voll. Da haben sie zum Teil in den Waggons gelegen. Und ein ganzer Zug ist am Ende des Krieges mit verwundeten Menschen auch hier her geschoben worden. Da sind sie in den Waggons betreut und gepflegt worden. Lazarettzug nannte man das.“ So wurde der Zug, der anfangs als Kriegstransportmittel diente, umgebaut zu einer humanitären Hilfsstation. Nach 1945 verlor die Bahn ihre Stellung als Militärbahn und wurde privatisiert. Ab diesen Zeitraum war die Schilligbahn nun der gesamten Bevölkerung zugänglich. Man brauchte also jetzt nicht mehr militärische Fahrscheine lösen. Aber auch die Einrichtungen wurden nun anderes verwendet, wie Wieland Rosenboom zu berichten wusste: „Die katholischen Bürger hatten erst mal hier keine Kirche. Der Lokschuppen wurde dann nach 1949 der katholischen Kirche zur Verfügung gestellt. Er wurde dann die erste katholische Kirche.“ Desweiteren benutzte man den Zug auch um sich zum Boßeln zu treffen. „Es gab einen Lokführer, der war auch Boßler. Nach dem Krieg war ja alles verboten. […]. Dann haben sie 1947 versucht einen Singkreis zu gründen, und man wollte auch boßeln. Doch sie bekamen die Genehmigung nicht, weil es aus Sicht der Besatzungsmacht das Werfen von Geschossen war. Genau genommen stimmte das ja auch, denn Boßeln und das Klootschießen waren ja Wurfgegenstände. Früher gab es Sippen, die sich bekriegt hatten. Es wurden Kleikugeln gerollt, die man im Winter hart frieren lies. Im Sommer dagegen trockneten sie die Kugeln hart. Dann hatten sie sich damit beschmissen. […]. Diese Art des Kampfes führte dann später zu friedlichen Spielen. Doch obwohl das Boßeln an sich nicht gestattet war, hat man es mit dem Singen verbunden, um nicht aufzufallen. Nach 1947, nach der offiziellen Freigabe des Boßelns, ist man mit der Bahn zum Boßeln gefahren. Der Lokführer sagte dann: 'Ich fahre ja sowieso mit dem Zug, fahrt doch einfach mit.'“ Die schönen Geschichten der Bahn wurden in der Zeit nach 1945 auch von tragischen Unglücken getroffen, die auf die Bahn ein dunkles Licht warfen. Wie sich in dem Interview heraus stellte, waren die Bahnübergänge nicht beschrankt gewesen, was häufig zu Verkehrsunfällen auf der Strecke führte. Wilhelm Rosenboom ist dies selbst passiert. Das heißt, er wurde eher passiv in einen Unfall hinein verwickelt. Er befand sich in einem Personenanhänger für einen Bus, in der Zeit um 1947/48. Der Busfahrer, der normalerweise keinen Anhänger mit sich führte, hatte das Transportgerät vergessen. Dies führte dazu, dass der Busfahrer an einer Kreuzung zwar wie gewohnt stehen blieb und mit dem Bus genügend Abstand zu den Gleisen besaß, den Anhänger aber auf ihnen stehen ließ. Es kam zu einen leichten Zusammenstoß, da der Zug noch rechtzeitig bremsen konnte, sodass niemandem etwas passierte. Dennoch wurde der Anhänger umgeworfen und die Insassen waren für den Moment erschrocken. Es kam immer wieder zu ähnlichen Unfällen, da man an dem Bahnübergang den Zug nicht immer beachtete. 1949 war für die Schilligbahn das letztes Jahr ihrer Existenz, denn wie Wieland Rosenboom erzählte, ist eine Lokomotive kaputt gegangen und der Unterhalt für die andere war zu teuer gewesen, so dass die Schilligbahn nicht mehr fuhr. Die Deutsche Bahn an sich hatte kein Interesse an der Bahn gezeigt, da die Strecke zu kurz und nicht rentabel genug war. Da man nun die Gleise entfernen musste, wurden die Schwellen zu Brennholz verarbeitet und die Schienen verkauft. Der Bahnschotter wurde mit Lastwagen abgetragen, so dass man mit ihm Straßen füllen konnte. Doch nicht nur der Bahnschotter wurde abgetragen, sondern auch die gesprengten Reste von den Bunkern. Doch obwohl die Geschichte die Schilligbahn schon lange eingeholt hat, sind immer noch Spuren ihrer Existenz vorhanden. So steht selbst auf der Einfahrt der Familie Rosenboom noch ein Stück Geschichte. „Wir haben noch zwei auf dem Hof stehen. Das sind keine Sandsteine, sondern in Beton Gegossene.“ Es handelt sich dabei um zwei Begrenzungssteine der Bahn, die den heutigen Straßenpfeilern ähneln und am Rande der Bahn aufgestellt wurden. Nach dem der Bahnverkehr eingestellt worden war, wurden sie abgebaut. Sie sind etwa 60 cm hoch und wie ein Zuckerhut geformt. Auf ihnen standen Bezeichnungen wie z.B. KF 211. Zuletzt wurde die Bahntrasse zwischen Horumersiel und Schillig abgebaut und ein Fuß- und Radweg angelegt. Unter ihm verstecken sich noch heute die Spuren der Schilligbahn. So wie Wieland Rosenboom scherzte: „Wenn dann heute der Maulwurf wühlt, dann bringt er den Bahnschotter nach oben.“ |
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| 7. Die Batterie in Schillig | ||||
Die Batterie in Schillig entstand zur Zeit des Kaiserreichs. Mit dem Ausbau der Stadt Wilhelmshaven zum größten Marinehafen Deutschlands wurden zu deren Schutz im Umland zahlreiche Militäranlagen errichtet, so auch die Befestigung in Schillig, die vor allem die Zufahrt zum Jadebusen überwachen und so den Hafen schützen sollte. Da Schillig zur damaligen Zeit lediglich aus einigen Bauernhöfen und dem Militärkomplex bestand, war das Leben der Marinesoldaten, die teilweise einer Strafkompanie angehörten, einsam und wenig abwechslungsreich. Deshalb wurde folgender Vers gedichtet:
Mit Beginn des Zweiten Weltkrieges und dem sich abzeichnendem Luftkrieg wurde die Militäranlage in Schillig wieder seinem ursprünglichem Zweck, der Verteidigung Wilhelmshavens, übergeben. Dazu wurde im Januar 1940 in Wilhelmshaven das 2. Marine-Flak-Regiment mit Einsatzgebiet im Raum Wilhelmshaven, im Raum Heidmühle, sowie im Raum Tossens, aufgestellt. Zu ihm gehörte unter anderem die Marine-Flak-Abteilung 282 in Schillig. Von Februar 1941 bis November 1944 unterstand das 2. Marine-Flak-Regiment, das am 1. Mai 1942 in Marine-Flak-Brigade II umbenannt wurde, dem Küstenbefehlshaber Deutsche Bucht und wechselte später zum Seekommandant Ostfriesland. Die Marine-Flak-Abteilung, aufgestellt im Februar 1940, wurde in den ersten zwei Monaten von Kapitänleutnant M.A. Dr. Ernst-August Hartmann befehligt, dem Kapitänleutnant M.A. Krolikowsky folgte. Im März 1942 übernahm Korvettenkapitän Dr. Goebel das Kommando, das er im Oktober 1943 an Fregattenkapitän M.A. Werner Engel übergab. Mit dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurde im Mai 1945 die Marine-Flak-Brigade aufgelöst und die Batterie in Schillig aufgegeben. Die Luftverteidigung des Raumes Friesland Wilhelmshaven war extrem wichtig für die Kriegsmarine. Wilhelmshaven war im Ersten und Zweiten Weltkrieg, wie auch heute, die wichtigste Marinestadt Deutschlands. Um diese Stadt und vor allem Kriegsgerät und Werften zu schützen wurden viele so genannte Batterien eingerichtet. Es muss allerdings zwischen See- und Flugabwehrbatterien unterschieden werden. Zur Luftverteidigung bestanden diese zumeist aus ein bis zwei Geschützen (8,8cm), konnten aber auch wesentlich größer sein. Der Vorteil dieser kleinen aber vielen Stellungen lag darin, dass all diese Geschütze erst einmal vom Feind lokalisiert werden mussten bevor es zu einem Angriff hätte kommen können. Die Flugabwehr hatte ungleich mehr zu tun. So schoss allein die Batterie in Schillig acht Amerikanische Bomber im ersten Jahr ab und war an vielen weiteren Abschüssen beteiligt. Der Begriff „Alte Batterie“ den man noch heute oft in dieser Gegend hört, bezeichnet den Standort der ehemaligen Flugabwehrstellungen im Friesischen Raum. Die meisten dieser Stellungen sind heute nicht mehr zu erkennen. Die Kanonen wurden abgebaut und die Fundamente abgetragen. An einigen Stellen kann man aber noch heute überwucherte Reste finden. So ist die „Deichbatterie“ in Schillig erhalten geblieben. In einem eingezäunten Areal umgeben von einem Erdwall sowie einem Wassergraben sind die alten Fundamente gut zu erkennen. |
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| 8. Unser Kurs | ||||
Vordere Reihe (v. l.): Alla Tissen, Inka Harms, Jutta Meyer, Christina Ortgies, Thomas Vogelgesang. Hintere Reihe (v. l.): Jeniffer Gust, Michael Keipp, Kathrin Pöpken, Moritz Seifert, Herr Michalik, Christine Bönisch, Anna Oehme. Buchquellen: Aufgenommen am 4. 2. 2005 von Inka Harms und Christina Ortgies |
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