Mariengymnasium-Jever.de | Schülerhomepage | 01:36 | 08.09.2010

       
     
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Vortrag zur Jahreshauptversammlung des Fördervereins für die Bibliothek am 1. Juni 2010

 
 

„Trinkgelage sollen sie nicht veranstalten.“ - „Mit Waffen jeglicher Art sollen sie sich nicht gürten.“ Auf diese beiden Punkte aus den Schulgesetzen der jeverschen Lateinschule von 1573 ging Vorstandsmitglied Werner Beyer bei seinem Vortrag über „Philipp Melanchthon und die Gründung der jeverschen Lateinschule“ auf der Jahreshauptversammlung des Fördervereins Bibliothek des Mariengymnasiums e. V. am vergangenen Dienstag ebenso ein wie auf weitere Themenpunkte und den Entstehungszusammenhang dieser Gesetze. Dabei ordnete er die jeverschen Schulgesetze in den Kontext der evangelischen Lateinschulen in Deutschland ein, präsentierte Melanchthon als bedeutendsten Vertreter dieser humanistischen Schulbewegung und verfolgte anschließend den diachronen Vergleich der Schulgesetze von 1573 mit der derzeit gültigen Schulordnung des Mariengymnasiums. Dabei wurden die interessierten Zuhörer auf diverse Ähnlichkeiten wie auch Abweichungen hingewiesen, die durch alle Jahrhunderte immer wieder geregelt werden mussten und müssen. So wurden beispielsweise das Zeugnis-Gelage der jüngeren Vergangenheit am jeverschen Kirchplatz erwähnt und auch der gegenwärtige Waffenerlass an niedersächsischen Schulen. Beyer legte abschließend allen Zuhörern eine selbst erarbeitete Neuübersetzung der ursprünglich in lateinischer Sprache verfassten Schulgesetze vor. Dem Vortrag waren die eigentlichen Vereinsregularien vorausgegangen, die in diesem Jahr keine Neuwahlen, sondern besonders die Jahresberichte des Vorsitzenden Enno Schönbohm, des Schatzmeisters Hartmut Kroll und des Bibliotheksleiters Hartmut Peters umfassten. Es wurde dabei auf die erfolgreiche Arbeit des Vereins bei der Spendeneinwerbung, der Buchrestaurierung und Buchpflege in der historischen Bibliothek des Gymnasiums sowie auf inzwischen etablierte regelmäßige Veranstaltungen zur Buchkultur hingewiesen. Der stellvertretende Schulleiter Dr. Martin Lichte hob hervor, dass das Engagement des Fördervereins die Arbeit in der Bibliothek unabhängig vom öffentlichen Etat finanziere, was die dortige Alltagsarbeit deutlich erleichtere. Dafür dankte er dem aus Schönbohm, Beyer, Kroll, Sibylle Heinen und Matthias Bollmeyer bestehenden Vereinsvorstand.

Es bleibt zu wünschen, dass die inzwischen geschaffene Vortragskultur auf der Jahreshauptversammlung des Fördervereins Bibliothek des Mariengymnasiums im nächsten Jahr eine größere Resonanz erfährt.

 

Matthias Bollmeyer

 

 
     
     
     
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