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Kann Handystrahlung Tumore oder sonstige gesundheitliche Schäden hervorrufen?


Jeder hat es, jeder braucht es. Aus Beruf und Freizeit ist es kaum wegzudenken - Das Handy!

Es weist viele Vorteile auf, wie ständige Erreichbarkeit und auch ein hohes Maß an Sicherheit, da man in Notsituationen schnell und einfach Hilfe anfordern kann.

In den Medien werden ständig neue Mobilfunkgeräte angeprie-sen, jedoch wird auf eine Aufklärung hinsichtlich der gesund-heitlichen Risiken meist verzichtet. Und gerade diese sind nicht von der Hand zu weisen.

Zwar werden wir im Alltag ständig mit Strahlungen konfrontiert, die gepulste Strahlung der Mobiltelefone unterscheidet sich je-doch von fast allen gängigen Strahlungen, wie sie z. B. von Ra-dio -oder Fernsehsender freigesetzt werden. http://www.oeds.de/handys.htm

Welche Auswirkungen hat aber nun die Strahlung auf uns Men-schen?
Schon häufig haben Berichte über einen möglichen Zusammen-hang zwischen Handys und Tumoren die Mobilfunkbesitzer ver-unsichert. Viele Experten, unter anderem der Uni Lübeck, ver-suchen nun, eine Antwort auf die oben genannte Frage zu fin-den, um den Verbrauchern somit endlich Klarheit zu verschaf-fen. Hilfe durch die Mobilfunkindustrie bekommen Wissenschaftler allerdings nicht, da diese mit allen Mitteln versucht, solch kritische Forschungen zu widerlegen. So hat Nokia als einziger Mobilfunkanbieter zugegeben, dass deren Handys gesundheitliche Schäden hervorrufen können. In einer Patentanmeldung bestätigten sie, dass "eine kontinuierliche Bestrahlung mit Radiowellen zur Entwicklung bösartiger Tumore" führen kann. Zur Zeit arbeiten die Hersteller an der Reduzierung von Radiowellen von Mobiltelefonen.
http://www.wap.de/News/Archiv/2001/06/N010612nokiastrahlen,version=3.html

Die Forschungen konnten bisher nie abgeschlossen werden. Erst wenn Verbraucher ernsthaft erkrankt sind, wird wieder die mangelnde Aufklärung durch die Hersteller kritisiert. Doch dann ist es bereits für viele Betroffene zu spät! Denn die Folgen, die vor allem bei Vieltelefonierern auftreten, können von harmlosen Kopfschmerzen bis zu bösartigen Hirntumoren reichen.

Der Medizin-Physiker Dr. Lebrecht von Klitzingen entdeckte An-zeichen dafür, dass die Hirnströme durch die Handystrahlung beeinflusst werden.

Handys, wie auch schnurlose Telefone zu Hause haben eine Hochfrequenzstrahlung, die gepulst wird. Und nicht die Hoch-frequenz, sondern die Pulsfrequenz, die bei schnurlosen Haustelefonen 100 Hertz und bei Handys 217 Hertz beträgt, ist das Problem. Sie erwärmt das Gehirn und beeinflusst dadurch die chemischen Prozesse des Körpers, verändert die Hirnströ-me, die Hauttemperatur und die Durchblutung. Ob man davon krank wird, lässt sich nicht abschließend beantworten. Nun gilt es herauszufinden, ob diese Beeinflussung negativ für uns ist oder nicht.

Durch Zufall kam ein Düsseldorfer Arzt zu einem anderen An-satz. Der Umweltmediziner Dr. Joachim Petersohn stellte fest, dass Vieltelefonierer häufig über Schlafstörungen und Kopf-schmerzen klagen. Blutuntersuchungen deuten auf einen Zu-sammenhang hin. In einem gesunden Blutbild sind die Blutkör-perchen aktiv, sie bewegen sich frei und sind in der Lage, ihrer Aufgabe nachzukommen. Ein dreiminütiges Telefonat mit dem Handy reicht bereits, um das Blutbild zu verändern. Der Unter-schied ist unverkennbar: Die Blutkörperchen sind jetzt zusam-mengeklebt, wie in einem Geldrollenpaket. Statt sich gegensei-tig abzustoßen und sich mobil zu bewegen, kleben diese nun durch das Feld des Telefons, wie magnetisch angezogen anein-ander. Diese Zusammenballung kann langfristig die kleinen Gefäße verstopfen; so kann es z. B. zu Thrombose, Infarkt oder Schlaganfall kommen.

In Skandinavien, der Heimat der großen Mobilfunkhersteller, sitzen die weltweit führenden Forscher auf dem Gebiet der Handystrahlung. Die Neurologen an der Universität im schwedi-schen Lund wiesen an Tierversuchen nach, dass die elektroma-gnetische Strahlung das Gehirn schädigen kann. Die Hirne der Ratten, die zuvor bestrahlt worden waren, wiesen deutliche Veränderungen auf: Im Gegensatz zu unbestrahlten Rattenhir-nen waren sie übersät mit dunklen Flecken und runden Gewe-beflecken. Das Gehirn ist geschädigt. Aus den Blutgefäßen tritt eine Flüssigkeit aus, die im Gehirn eine Art Oxydationseffekt bewirken könnte, was wiederum eine Schädigung der Zellmem-branen nach sich ziehen würde; ähnlich wie bei Alzheimer. Die-se Flüssigkeit wird von den Mikrowellen verursacht.

Den Verdacht, dass Mikrowellen von Handys krank machen, nährt auch folgender Fall: Eine junge Frau aus Florida starb vier Wochen, nachdem sie an einem Hirntumor erkrankte. Ihr Mann ging von einem Zusammenhang des Entstehen des Tumors und der Benutzung ihres Handys aus. Deshalb ging er gerichtlich gegen die Mobilfunkindustrie vor. Die Strahlung der Antenne ihres Mobiltelefons ging genau durch die Gehirnregion, in wel-cher der Tumor entstand. Der Vergleich der Handyposition mit den Tomographiebildern zeigte, dass die junge Frau möglicher-weise von der Antenne regelrecht verglüht wurde.

Dieser Fall veranlasste die amerikanische Mobilfunkindustrie, ein 25-Millionen-Dollar-Forschungsprojekt zu beginnen, um die Unbedenklichkeit zu belegen. Dr. George Carlo, Leiter dieses Projektes, stieß bei seinen Studien auf Anzeichen für krebserre-gende Faktoren. Bei diesen Studien wurde menschliches Blut in Reagenzgläsern mit Mikrowellen bestrahlt, die ähnlich der Han-dystrahlung sind. Es zeigte sich, dass sich unter dem Strah-lungseinfluss die Zellkerne spalten.

Zudem wurde eine vermehrte Tumorrate in jenen Hirnregionen festgestellt, an denen die Handyantenne platziert war.

Doch da die meisten Hirntumore nahezu zehn Jahre brauchen, um sich zu entwickeln, bringen die meisten Studien nicht den gewünschten Beweis, da sie nicht so einen langen Zeitraum ab-decken. http://www.nlm.nih.gov/medlineplus/news/fullstory_3834.html.

Bisher haben wir unser Thema größtenteils unter biologischen Auswirkungen betrachtet. Nun wollen wir die physikalischen Ur-sachen erläutern: Im vorangehenden Text haben wir deutlich zwischen der Puls- und Hochfrequenz (ungepulste Strahlung) unterschieden. Doch worin genau liegt der Unterschied? - Beide Strahlungen haben ihre Vor- und Nachteile: Während die Hoch-frequenz zwar langsamer Daten weiterleiten kann, da sie die Informationen in kontinuierlichen Wellen abgibt, ist sie jedoch für den Körper wesentlich leichter zu tragen. Die Pulsfrequenz dagegen konfiguriert die Daten und schickt diese in gebündel-ten Impulsen weiter, was sich negativ auf unseren Körper aus-wirkt. Das liegt daran, dass die Strahlung höher dosiert auf den Körper einwirkt. Da die Mobilfunkindustrie dem Verbraucher möglichst optimalen Service bieten will, muss die Gesundheit zurückstehen.

Anhand dieser Grafik lässt sich der Unterschied der beiden Strahlungen noch einmal verdeutlichen: Während die Pulsstrah-lung mit höchster Sendeleistung unregelmäßig Impulse versen-det, arbeitet die ungepulste Frequenz mit kontinuierlicher Datenübermittlung.
http://baubiologie.net/docs/dect_ct1.html


Jetzt stellt sich natürlich die Frage, wie man sich schützen kann. Ein optimaler Schutz lässt sich ohnehin nicht herbeifüh-ren, denn nicht nur der Handybenutzer selbst trägt gesundheit-liche Schäden durch die Bestrahlung davon. Da die Datenver-mittlung nicht vom Handybenutzer direkt zum Gesprächspart-ner gelangt, sondern über einen Zentralrechner geht, werden auch die Menschen, die sich in der Nähe eines solchen Rechners befinden, in Mitleidenschaft gezogen.

Dieser Aspekt lässt sich gut mit dem Rauchen vergleichen. Nicht nur der Raucher selbst leidet unter den Einflüssen des Zi-garettenrauches, sondern auch seine Mitmenschen rauchen passiv mit.

Doch es besteht trotzdem ein großer Unterschied: Die Raucher wissen von den Gefahren, nicht zuletzt durch die Tabakindu-strie, die verpflichtet ist, den Verbraucher durch eine Aufschrift auf der Zigarettenpackung auf die Risiken hinzuweisen. Doch die wenigsten Handybenutzer sind über die schädlichen Strah-lungen informiert, denen sie sich aussetzen. Deshalb fordern Gesundheitsexperten eine Warnung auf den Handyverpackun-gen, die genaue Auskunft über die Stärke und Auswirkungen der Strahlung gibt.

Natürlich bekommt nicht jeder Handybenutzer einen Tumor, doch ist man durch die Benutzung eines Mobilfunkgerätes ge-fährdeter als ohne. Der Empfindlichkeitsgrad einzelner Perso-nen ist individuell verschieden, und von vielen Faktoren wie Ernährung, aktuellem Gesundheitszustand usw. mit abhängig. Schädlich ist Elektrosmog in jedem Fall. Nur reagiert nicht jeder gleich, gleich schnell und gleich stark darauf. Oftmals sind Mo-nate oder gar Jahre nötig, um die Schädigung so gravierend werden zu lassen, dass sie auch als solche erkannt wird.

Besonders nachts, in der Regenerationsphase, ist auf ein mög-lichst von Störfeldern freies Schlafen zu achten.

Man kann davon ausgehen, dass man nachts um ein Vielfaches empfindlicher reagiert als am Tage.
http://www.e-smog.ch/laie/index.html

So sollte man möglichst nachts das Handy sowie alle anderen elektrischen Geräte ausschalten oder bestenfalls in einem Raum schlafen, der dem Elektrosmog nicht ausgesetzt ist. Oft vergisst man, dass auch Geräte, die auf Stand-by geschaltet sind, Strahlen abgeben.

Kleinkinder sollten möglichst wenig mit elektrischen Strahlen in Verbindung kommen, da der Körper in diesem Alter die Strah-len besonders schlecht verarbeiten kann.

Meint man, auf das Mobiltelefon nicht verzichten zu können sollte auf einige Aspekte beim Kauf geachtet werden: Bei-spielsweise ist eine integrierte Antenne vorteilhaft, da sie die Strahlen nicht punktuell in den Kopf weiterleitet (siehe Fall aus Amerika). Zudem sollte man auch die unterschiedlichen Strah-lenstärken bei den verschiedenen Handys beachten.

Die folgende Tabelle gibt Auskunft:

Hersteller Modell SAR in W/kg K-Tipp-Wertung Testdatum
         
Nokia 8850 0,22 sehr gering 29.11.2000
Trium Aria 0,48 gering 29.11.2000
Nokia 8890 0,53 mittel 28.03.2001
Motorola T2288 0,54 mittel 28.03.2001
Ericsson T18s 0,61 mittel 29.11.2000
Philips Ozeo 0,61 mittel 28.03.2001
Nokia 6150 0,71 mittel 29.11.2000
Nokia 8210 0,72 mittel 29.11.2000
Nokia 3310 0,75 mittel 28.03.2001
Nokia 7110 0,76 mittel 29.11.2000
Alcatel One Touch 501 0,79 mittel 28.03.2001
Ericsson A2618s 0,79 mittel 28.03.2001
Bosch GSM 909 0,81 mittel 29.11.2000
Nokia 3210 0,81 mittel 29.11.2000
Motorola P7389 0,83 mittel 28.03.2001
Motorola Timeport 250 0,83 mittel 28.03.2001
Motorola V8088 0,87 mittel 28.03.2001
Ericsson R380s 0,90 mittel 28.03.2001
Nokia 6250 0,91 mittel 28.03.2001
Ericsson R310s 0,94 mittel 28.03.2001
Ericsson R320s 0,94 mittel 28.03.2001
Siemens S 45 0,97 mittel 28.03.2001
Siemens S35i 0,99 mittel 28.03.2001
Panasonic EB-D93 1,00 mittel 28.03.2001
Benefon Twin Dual 1,01 stark 28.03.2001
Swisscom Trend G366 1,05 stark 28.03.2001
Sony CMD-Z5 1,06 stark 28.03.2001
Ericsson T20s 1,07 stark 28.03.2001
Ascom GDX 350 1,07 stark 28.03.2001
Panasonic EB-GD92 1,07 stark 28.03.2001
Samsung SGH A110 1,13 stark 28.03.2001
Motorola V3690 1,13 stark 28.03.2001
Siemens M35i 1,14 stark 28.03.2001
Samsung SGH 2400 1,17 stark 28.03.2001
Nokia 6210 1,19 stark 28.03.2001
Siemens C35i 1,19 stark 28.03.2001
NEC DB4000 1,23 stark 28.03.2001
Ericsson T28s 1,27 stark 28.03.2001
Benefon Q 1,45 stark 28.03.2001

Quellen:
K-Tipp Nr. 20, 29. November 2000 und Nr. 6, 28. März 2001.
http://www.elektrosmog.com/handy+schnurlos.htm


Abschließend kann man sagen, dass jeder selbst entscheiden muss, ob er für den Luxus eines Mobiltelefons gesundheitliche Schäden in Kauf nehmen will oder nicht! Meint man, nicht auf sein Handy verzichten zu können, ist es empfehlenswert, die oben genannten Tipps zu befolgen.


Quellennachweis

http://www.oeds.de/handys.htm

http://www.wap.de/News/Archiv/2001/06/N010612nokiastrahlen,version=3.html

http://www.nlm.nih.gov/medlineplus/news/fullstory_3834.html.

http://baubiologie.net/docs/dect_ct1.html

http://www.e-smog.ch/laie/index.html

http://www.elektrosmog.com/handy+schnurlos.htm


Katharina Reiff & Saskia Schlesinger
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