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Nürnberg                 LK Erdkunde

   
   

„Neverending Story ....“

Das Tagebuch der Studienfahrt-Entscheidung für Nürnberg

Geschrieben vom angefrusteten Lehrer

 

Oder auch: wir suchen ein Studienfahrtziel.

Oder auch: wie produzieren wir am besten Frust für den Lehrer (bitte so schnell keinen Studienfahrtskurs mehr!! Oder vielleicht doch?).

Oder auch: ist Einigung möglich?

Oder auch: sehen Schüler und Lehrer in Studienfahrten überhaupt das gleiche?

 

Gut, wie ging es los?

Ach ja, LK EK, Grundidee des Lehrers (hehres Ziel, liegt vielleicht daran, dass er einer anderen Generation entstammt): es kann doch nicht schwer sein, ein erdkundlich passendes Ziel für eine lehrreiche und interessante STUDIENfahrt zu finden (Großbuchstaben und Fettdruck beabsichtigt).

Grundidee von Schülerseite (nicht gleich so direkt geäußert, gute Erziehung ist alles): Eine letzte Fahrt der Schulzeit muss Spaß bringen, ganz viel Spaß, und es kann ruhig sonnig und schön sein, aber zu viel kosten sollte die Fahrt auch nicht (zumindest ist dies ein Element eines Teils des Kurses, was auch ok ist – die Fahrten an sich sind teuer). Das Auslassen des Begriffs „Studien“ an „Fahrt“ ist auch beabsichtigt (wobei ich über eine deutliche Mehrheit, aber nicht alle Schülerinnen und Schüler rede).

Eigentlich müssten die beiden Sichtweisen ganz gut zu vereinigen sein, wobei der Teufel (oder auch die Teufelin, wir wollen ja nicht sprachlich sexistisch sein) im Detail steckt.

 

Zunächst produzierte der Kurs jede Menge von schönen Ideen, die von jeweils anderen Schülerinnen und Schülern abgelehnt wurden. Das war die Einleitung, also Schritt 1 der Story. Keiner ahnte zu der Zeit, dass sie eine fast unendliche Geschichte werden würde (tragic anticipation ;-) ).

 

Es kam die Algarve als Idee auf, die für alle akzeptabel war (wäre auch mit der Jugendherberge Faro für 5,- Euro die Nacht preiswert und geographisch interessant gewesen - Tourismus als Entwicklungsfaktor), bis deutlich wurde, dass es leider keine Billigflüge gab (Herbstferienzeit). Damit war die Algarve erledigt, und es gab neue Vorschläge.

Der Lehrer hatte eine geographisch geniale Norddeutschlandtour mit Ausklang in Hamburg konzipiert, die so unbeliebt war, dass er nur damit drohen musste, um neue Ideen zu initiieren.

 

Alle möglichen Billigflüge in die Sonne wurden angeschleppt, nur um beim Aufrechnen an der Tafel den Weg in den Vorschlags-Papierkorb zu finden. Egal, was da kam, über 300 Euro lag das allemal.

Fast kamen wir zu einer Lösung, als wir mit dem Deutschkurs zusammen (ja, auch der Biologiekurs zeigte kurzzeitiges Interesse) eine Fahrt nach Prag planten. Fast war alles in Tüten und Papier, da kam eine neue Vorschlagsserie mit Athen als Sonnenziel auf, und Prag war erledigt, ebenso die Zusammenarbeit der drei Kurse. Athen starb irgendwann später auch den Kosten-Tod.

 

To cut a long story short: mit weiteren Vorschlägen (Straßburg u.ä.) und der Norddeutschland-Drohung des Lehrers (immer wieder zielgerichtet und enthusiastisch eingesetzt – hat mir ja auch langsam einen morbiden Spaß gemacht, immer wieder diese Idee als das ideale Konzept zu preisen) kam die Idee Nürnberg auf. Supersparangebot der Bahn, unschlagbar gutes Angebot des Jugendgästehauses, das hat auch den Preis erträglich gemacht. Inzwischen war auch die Zeit knapp geworden – so ein komplettes Schuljahr lang hat die Entscheidungsfindung gedauert.

 

Und Nürnberg hat es uns mit dem bestmöglichen Wetter – einem richtig bezaubernden Herbstwetter, gedankt. Na also, geht doch. Und wie die Fahrt war?

Bitte, hier ist der Bericht:
Nürnberg                 Lk Erdkunde

Martin Lichte

   
               
               
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